Rothensteiner warnt vor negativen Folgen einer Aktienkurssteuer

Kreditsektion sieht Eigenkapitalaufbringung für Unternehmen erschwert. Warnung vor negativen Auswirkungen für Finanzplatz

Wien (Pwk) - Bevor die Verhandlungen über die Steuerreform in die Schlußrunde gehen, warnt der Obmann der Bundessektion Kredit in der Wirtschaftskammer Österreich, Generaldirektor Walter Rothensteiner nochmals eindringlich vor einer schärferen Besteuerung von Aktien-Kursgewinnen. ****

Rothensteiner: "Eine umfassende Besteuerung von Kursgewinnen würde alle bisherigen Bemühungen zunichte machen, den Finanzplatz Österreich attraktiver zu machen". Zugleich wäre es aber auch für die heimischen Betriebe schwieriger, über die heimische Börse zu neuem Eigenkapital zu kommen. Das behindert wiederum Investitionen und damit letztlich die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Oder wollen wir wirklich die Betriebe mit Gewalt an ausländische Börsen treiben.

Neben einer gestörten inländischen Risikokapitalaufbringung würde es nach Meinung von Rothensteiner aller Voraussicht nach auch zur nachhaltigen Verlagerungen von Kapitalanlagen von Österreich in das Ausland führen. Rothensteiner: "Von einer einseitigen Kursgewinnbesteuerung in Österreich wäre in erster Linie der private, inländische Kleinanlegger negativ betroffen, der nicht die Möglichkeit einer allfälligen Verlagerung seiner Kapitalanlage hat". Sogar in Deutschland wolle die neue Regierung nur die Spekulationsfrist von einem halben auf ein ganzes Jahr ausdehnen; das ist die geltende österreichische Regelung.

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