Görg: KDAG wird Wiens Vorzeigeprojekt

Wien, (OTS) Bei der gestrigen Pressekonferenz und Ausstellungseröffnung "KDAG - Stadt 2000" sagte Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg, daß er sich freue, daß auf dem Gelände der ehemaligen Kabel- und Drahtwerke ein wirklich zukunftsweisender Stadtteil entstehen wird. Schon die exemplarische
Bürgerbeteiligung und das Engagement aller - sowohl des Bezirkes, einiger Magistratsabteilungen und hier im besonderen der MA 21 B (Flächenwidmung) und der MA 18 (Stadtentwicklung und -planung)
aber auch der Bauträger - zeige, daß das rund 6 ha große Gebiet ein Wiener Vorzeigeprojekt ist. "Ich freue mich doppelt, da es uns auch gelungen ist, bis zum Baubeginn im Jahr 2001 drei Hallen für eine kulturelle Zwischennutzung für freie Kulturgruppen in Wien
zur Verfügung stellen zu können", so Vizebürgermeister Görg.

Bei dieser Veranstaltung wurde nicht nur die Ausstellung eröffnet, die bis 11.3.1999 auf dem Gelände der KDAG AG zu sehen ist, es wurde auch ein Schwarz-Weiß-Bildband präsentiert, der im Zuge der Arbeiten am Projekt entstanden ist und eine künstlerische Performance der Gruppe "Bilderwerfer" geboten.****

Zur Geschichte

Die Kabel- und Drahtwerke AG waren 100 Jahre lang einer der bedeutendsten Betriebe Meidlings. Nach der Schließung des Werkes
im Dezember 1997 blieben nicht nur 6 ha ungenutztes Areal, es entstand auch so etwas wie eine "Lücke". Mit einem Bürgerbeteiligungsverfahren, bei dem Wünsche, Ideen und Anregungen erarbeitet wurden und in den weiteren Planungsprozeß einflossen, hatte man schon 1996 darauf hingearbeitet, die "Lücke" Schritt für Schritt wieder zu schließen.

Mit der Preisverleihung des städtebaulichen Ideenwettbewerbs "Stadt 2000" im Jahr 1998, der auf Vorarbeiten der Bürgerinnen und Bürger aufbaute, wurde nun ein wichtiger Teil des Planungsprozeßes über die künftige Gestaltung des Geländes abgeschlossen. Alle sieben Preisträger - zwei Haupt- und fünf Ankaufspreise - werden nun in Form einer Ausstellung präsentiert. Die Ausstellung, die
auf dem Gelände der ehemaligen KDAG vom 25.Februar bis 11. März gezeigt wird, bietet Interessierten auch sonntags um 10.30 Führungen durchs Gelände.

Kulturelle Zwischennutzung

Der Geschäftsgruppe Planung und Zukunft ist es gelungen, eine vorübergehende Nutzungsmöglichkeit des ehemaligen KDAG-Areales für freie Künstler- und Tanzgruppen zu ermöglichen. Das Gelände, das eine hervorragende Infrastruktur, ausreichende Anschlüsse an öffentliche Verkehrsmittel, eine von Büroräumen bis zu Hallen reichende vielfältig verwendbare Bausubstanz samt entsprechend tauglichen Freiflächen aufweist, stellt einen nennenswerten
Beitrag zur Lösung akuter Platzprobleme für künstlerisch tätige Gruppen in Wien dar. Im Hinblick auf den umbaubedingten Entfall
von adäquaten Veranstaltungsmöglichkeiten im Museumsquartier und an anderen Orten, können nicht nur die VertreterInnen der freien Szene Wiens sondern auch die Wiener Festwochen, Kammeroper und
oder andere Künstlergruppen oder Veranstalter dieses Angebot in Anspruch nehmen.

Darüberhinaus bringt die vorübergehende Nutzung in vielen Bereichen positive Entwicklungen:

o eine Verbesserung der Kommunikation zwischen KünstlerInnen,

Bezirk und AnrainerInnen,
o eine Entschärfung der Sicherheitsfrage durch die Belebung des

Areales
o ein künstlerischer Synergie- und Einsparungseffekt durch die

intensive und gemeinsame Nutzung von Infrastruktureinrichtungen
o ein Imagegewinn für den Standort, der sich nicht nur

kaufmännisch auswirken, sondern
o unter Umständen auch im Verbleib kultureller Einrichtungen im

Rahmen der endgültigen Nutzung niederschlagen kann

Ein Teil des ehemaligen KDAG-Areales (3-4 Hallen) soll daher zeitlich befristet, d.h. bis zur Realisierung der endgültigen Nutzung, als Kunst- und Kulturgelände verwendet werden. Es wurde daher mit den acht Bauträgern und einem eigens zu diesem Zweck gegründeten Verein eine Vereinbarung über die Zwischennutzung getroffen. Der Vereinszweck kann grundsätzlich mit der Adaption, Einrichtung, Bereitstellung und Verwaltung von Räumen für Kunstschaffende (Ateliers, Werkstätten, Lager, Probe- und Veranstaltungsräume u.a.) sowie mit der Erstellung und Entwicklung eigener zeitgenössischer künstlerischer Produktionen (insbesonders in den Bereichen Tanz, Theater, neue Medien und Kommunikation, bildende Kunst, Jugendkultur, Gastronomie u.a.m.) umschrieben werden.

Die Nutzungsdauer soll in Abstimmung mit der Inbetriebnahme
des Museumsquartiers und mit Blick auf die Realisierungserfordernisse am KDAG-Areal festgelegt, d.h. zeitlich und bauabschnittsweise abgestuft gestaltet werden und insgesamt einen Zeitraum von annähernd 3 Jahren umfassen.

Das Nutzungsübereinkommen bezieht sich nur auf einen Teil des Areales, sodaß Bauvorbereitungs-, Abbruch- und Entsorgungsarbeiten nicht behindert werden.

Mit der Geschäftsgruppe Kultur und dem Bund finden zur Zeit Gespräche über Art und Umfang der Projektförderung und -subvention statt.

Der Verein (Obmann Daniel Aschwanden) wird in der Folge über konkrete Planungen und die Art der Abwicklung dieser Aktivitäten berichten. Bei allen zukünftigen Aktivitäten wird dem Informationsbedarf der Interessierten AnrainerInnen und des
Bezirkes besonders Rechnung getragen werden.

Eckdaten zum Schwarz-Weiß-Bildband: "ende ist neu - nach der KDAG"

Im Zuge der Recherchen und Planungsarbeiten wurden auch Fotos gemacht, die sich aufgrund der stimmigen Motive als Schwarz-Weiß-Aufnahmen hervorragend in einem Bildband zusammenfassen ließen.
Das Buch "ende ist neu - nach der KDAG" hat eine Auflage von 900 Stück, kostet 295 öS und ist über Herrn Sascha Jakab (1090, Marktgasse 14/1/17) Tel. 317 12 44, Fax 317 12 45 erhältlich. (Schluß) lei

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