Auf der Strecke geblieben Kein gutes Geschäft für Jagdreiseveranstalter bei der Grazer Jagdmesse "Revier und Wasser"

Wien (OTS) - Heute, Freitag, den 26.2.1999 beginnt in Graz die zweite österreichische Jagdmesse dieses Jahres: "Revier und Wasser". Die Schwerpunkte liegen auf Fischerei, Jagdwaffen, Geländefahrzeuge, Jagdbekleidung und Jagd in der Kunst, nur 2 Veranstalter von Jagdreisen dürfen ausstellen.

Wenn heute die Jagdmesse "Revier und Wasser" beginnt, ist das für die 22 österreichischen Veranstalter von Jagdreisen kein Grund zum Jubeln. Verglichen mit der Jagdmesse "Hohe Jagd" in Salzburg (5.2. bis 7.2.1999), wo mehr als 10 Anbieter Werbung für ihr blutiges, aber sehr lukratives Geschäft machen konnten, dürfen in Graz lediglich 2 Jagdreisebüros auf Kundenfang gehen. Der Messeveranstalter fürchtet Proteste von Tierschützern bei zuviel Werbung für Großwild- und Trophäenjagd. Das Tierhilfswerk Austria (THWA) begrüßt diese Entscheidung.

Aber auch die Angebote der wenigen verbliebenen Jagdreiseveranstalter spiegeln die Perversion dieses Geschäftszweiges wider. Keine Tierart wird geschont, egal ob es sich um bedrohte oder aussterbende Arten handelt: Bären, Wölfe müssen ebenso daran glauben wie Auerhähne, Birkhähne oder Steinböcke. Kein Erdteil wird verschont: Nordamerika, Asien (Rußland und Kirgisien) und Neuseeland stehen am Programm. Einer der Aussteller, Jagdreisen Ninaus, ist Spezialist für Jagden in ehemaligen Ostblockländern. Dort läßt sich bekanntlich von der Öffentlichkeit unbeobachtet und sehr billig jagen. Ein Braunbär in Rußland ist bereits um knappe ATS 30.000.- zu haben !!

Jagdreisen Ninaus bietet auch einige besonders fragwürdige und nicht der Weidgerechtigkeit entsprechende Jagdmöglichkeiten:

- 2 Tages "Schnäppchenjagd" auf Tauben, inklusive 50 Tauben und Nächtigung um ATS 3000.-

- Murmeltierjagd in Österreich um ATS 2000.-

Christian Janatsch, Präsident des THWA: " Die angebotenen Spezialjagden auf Tauben und Murmeltiere offenbaren die Perversion, die beschönigend als Waidmannstum dargestellt wird. Es kann ja wohl bei der Jagd auf Tauben und Murmeltiere nicht um Motive der Ernährung gehen, noch um Trophäen. Das heißt, es geht in Wirklichkeit um den Lustgewinn beim Tötungsakt ! Ich nehme mir die Freiheit, das nicht näher kommentieren zu wollen."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tierhilfswerk Austria
Mag. Erich Schacherl,
Tel.: 02243 / 22964 / 18

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS