Wiener Symphoniker vor Jubiläumsjahr

Rainer Bischofs Bilanz und Vorschau

Wien, (OTS) Im kommenden Jahr , im Oktober 2000, begehen die Wiener Symphoniker - das Wiener Konzert-Orchester - ihr 100-Jahr-Jubiläum. Gefeiert wird musikalisch mit einem Festkonzert im Musikverein und kulinarisch mit einem Festbankett im Konzerthaus -vor allem aber mit "Konzerten auf höchstem Niveau", die die Symphoniker, so Generalsekretär Dr. Rainer Bischof in einem Pressegespräch, im Jubiläumsjahr wie alle Jahre ihrem Publikum bieten wollen. Natürlich wird es im Jahr 2000 auch Tourneen und Gastspiele geben, darunter die ehrenvolle Einladung als "Residenzorchester" in drei Städten - Paris, London und Birmingham - Mahler-Programme zu bestreiten. Generell soll das Jubiläumsjahr bestimmend sein für den Kurs , mit dem das Orchester in das kommende Jahrhundert geht.****

Rainer Bischof, selbst - als Generalsekretär des Orchesters seit 10 Jahren - ein Jubilar, nahm das Pressegespräch zum Anlaß, die Situation des Orchesters darzulegen. Er verwies auf die von Kulturstadtrat Dr. Peter Marboe initiierte Strukturreform des Vereins, in deren Gefolge Prof. Dipl. Ing. Dr. Rudolf Streicher
die Präsidentschaft übernahm und weiters auf den Abschluß der Dreijahresvereinbarung mit der Stadt Wien, die den Symphonikern
ein Subvention von 154 Millionen Schilling pro Jahr garantiert,
die im Jubiläumsjahr um 10 Millionen aufgestockt werden soll. Bischof dankte in diesem Zusammenhang Marboe und der Stadt Wien
für die Möglichkeit, finanziell und damit auch künstlerisch optimal planen zu können.

Die Symphoniker, so Bischof weiter, seien finanziell gesund, das Orchester erwirtschaftete eine finanzielle Eigendeckung von 38 Prozent, das Unternehmen sei auch organisatorisch auf dem letzten Stand der Technik.

Künstlerisch habe es in den letzten zehn Jahren eine kontinuierliche Entwicklung und eine harmonische Zusammenarbeit
mit den drei Chefdirigenten dieser Dekade gegeben, der Vertrag mit Vladimir Fedosejew solle einvernehmlich bis 2004 verlängert
werden. Zudem sei es dem Orchester auch gelungen, mit einer Reihe weiterer bedeutender Dirigenten eine langjährige Bindung zu erreichen.

Neben den 160 Konzerten pro Jahr in Wien - in bester Kooperation mit dem Musikverein und dem Konzerthaus - sei die
Arbeit in Bregenz ein wichtiges Standbein und eine große künstlerische Herausforderung des Orchesters. Auch hier gebe es beste Zusammenarbeit. Bezüglich der Themen "Nachwuchs" und "Frauen im Orchester" gebe es keine Probleme. Was für die Symphoniker bei der Auswahl der Musiker zähle, sei allein die Qualität.

Bischof kündigte für die nächste Zeit schließlich noch musikalische Schwerpunkte an wie die Sonderprojekte "Johann Strauß", "Johann Sebastian Bach" mit der "Matthäuspassion" am Palmsonntag im Konzerthaus und "Theresienstädter Komponisten". Besondere Freude mache ihm die Aktion "Probenbesuche für Schüler", die völlig unkompliziert abgewickelt werde und auf großes Echo stoße.
Der hohe Standard der Symphoniker sei nicht nur aus den internationalen Rezensionen abzulesen, die das Orchester von
seinen Tourneen in aller Welt nach Hause bringe, sondern auch an
den Einspielungen, von denen etwa Franz Schmidts "Buch mit den sieben Siegeln", die "Alpensinfonie" von Richard Strauss oder die Einspielung aller Mozart-Klavierkonzerte mit Rudolf Buchbinder besonders hervorzuheben seien. Ziel des Orchesters sei es, eine besondere Wiener Art des Musizierens auf höchstem Niveau zu
pflegen und damit diese große Tradition zu bewahren. (Schluß) gab

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