Liberale von Bund und Wien verlangen Klärung betreffend Klimt-Villa

Schmidt und Hack erinnern Gehrer an ihr Versprechen

Wien (OTS) Anläßlich der heute bei einer Pressekonferenz des Vereins "Gedenkstätte Gustav Klimt" präsentierten neuen Erkenntnisse im Fall Klimt-Villa fordern die Liberalen nun eine endgültige Aussage, ob Bund oder Stadt Wien das Gebäude für die Zukunft erhalten werden. "Es ist beschämend", so die Vorsitzende des parlamentarischen Kulturausschusses und Kultursprecherin der Liberalen, Heide Schmidt, "wie hier versucht wird, Verantwortlichkeiten abzuschieben."

"Für Bund und Stadt Wien steht offenbar ausschließlich das Geld im Vordergrund", kritisierte Schmidt. Die vorgesehene kommerzielle Verwertung der Liegenschaft sei jedoch nicht nur im Hinblick auf die seinerzeitige Enteignung der ehemaligen Eigentümerin der Villa, Ernestine Klein, im Rahmen der "Arisierung" mehr als bedenklich, sondern vor allem auch wegen der Vorgangsweise der Stadt Wien, die das Grundstück durch die Widmung "öffentliche Zwecke" entwertet hätte. Frau Klein mußte 1954 ihre Villa samt Garten um 498.552,-- Schilling an den Bund verkaufen.

"Kulturministerin Gehrer muß jetzt ihr Versprechen einhalten und sowohl das Bundesdenkmalamt als auch die Historikerkommission nochmals mit der Klimt-Villa befassen", forderte Schmidt.

Die Planungssprecherin der Wiener Liberalen, Michaela Hack, regte an, daß sich bei einem nächsten Treffen der VP-Bezirksvorsteher Gerstbach, der VP-Planungsstadtrat Görg und der VP-Kulturstadtrat Marboe, die sich alle für die Erhaltung der Klimt-Villa ausgesprochen haben, mit ihren Bundeskollegen VP-Kulturministerin Gehrer und VP-Wirtschaftsminister Farnleitner zusammensetzen und klare Verantwortlichkeiten definieren sollen.

Als Regierungsmitglied auf Wiener und auf Bundesebene reicht es für die ÖVP nicht, sich medial wirksam zum Projekt Klimt-Gedächtnisstätte zu bekennen. "Die BürgerInnen erwarten von der Regierung Taten statt schöner Worte. Die Errichtung einer Gedenkstätte ist nicht alleine Sache des Denkmalschutzes, sondern viel mehr eine Frage des politischen Willens. Das LIF wird sich deshalb für die Gründung einer Klimt-Foundation zur Rettung der Klimt-Villa einsetzen", erklärte Hack abschließend.

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