KFV: KRITIKER DES PUNKTEFÜHRERSCHEINS SOLLEN MODELL GENAU STUDIEREN! Angebliche "Doppelbestrafung" gibt es nicht - Präventivmaßnahme und Strafe nicht in den gleichen Topf werfen!

Wien (OTS) - Der Punkteführerschein darf nicht zur Alibi-Aktion verkommen! - Der vorliegende Entwurf des Verkehrsministeriums ist in seiner jetzigen Form nicht ausreichend und abzulehnen =

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit fordert, daß
Alkoholdelikte am Steuer ab 0,8 Promille wie bisher mit Entzug der Fahrerlaubnis geahndet werden, und daß es parallel dazu als Präventivmaßnahme zu einer Punktevergabe kommt. Auch die Kurzzeitentzüge wegen Schnellfahrens sollen bleiben und die betreffenden schweren Delikte bepunktet werden. Beides ist ja im aktuellen Entwurf des Verkehrs-ministeriums nicht enthalten.

Das vom ÖAMTC ins Spiel gebrachte Argument der "Doppelbestrafung" ist unrichtig, da die Vergabe von Punkten keine Strafe, sondern eine Bewährungsmaßnahme darstellt. ÖAMTC-Sprecher Dr. Obermair scheint hier die Maßnahmen zu verwechseln: Laut seinen eigenen Worten "sollen Punkte ja eine Warnung sein und eine positive Verhaltensänderung bewirken". Daher sei, so das KfV, die Vergabe von Punkten auch bei Führerscheinentzug notwendig, um nach Wiedererteilung des rosa Scheines eine positive Wirkung auf das Verhalten des betreffenden Autofahrers auszuüben. Unrichtig ist auch die ÖAMTC-Meinung, ein derart wirksames Punkteführerscheinsystem "finde keine Akzeptanz bei den Autofahrern". Diese Behauptung mag bei Rasern und Rowdies zutreffen, die Mehrheit der vernünftigen Autofahrer stimmt jedoch laut Umfragen einem entsprechenden Punkteführerschein zu.

Der Rückgang der Unfallzahlen in den letzten Jahren ist zum Teil auch den Führerscheinentzügen wegen Schnellfahrens und besonders gefährden dem Verhalten zuzuschreiben und dürfe jetzt auf keinen Fall durch einen Kuhhandel ?Punkte gegen Führerscheinentzug? gefährdet werden, so Dr= . Othmar Thann, Hauptgeschäftsführer des KfV.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Abt.f.Öffentlichkeitsarbeit/Herbert Koczera
Tel.: 01/71770-122 DW
Ölzeltgasse 3/1031 Wien
e-Mail: pr@kfv.or.at
Internet: http://www.kfv.or.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KFV/OTS