ots Ad hoc-Service: Allianz AG <DE0008404005> Bericht zum 4. Quartal 1998

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Allianz Gruppe:

Deutlich zweistellige Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis

Vorläufige Eckdaten zum Geschäftsjahr 1998

Erstmalig berichtet die Allianz Gruppe über ihren konsolidierten Abschluss auf der Basis internationaler Rechnungslegungsstandards. Das Zahlenwerk für das Geschäftsjahr 1997 wurde entsprechend umgestellt.

Der Jahresüberschuß nach Steuern, Goodwill-Abschreibungen und Minderheitenanteilen wird voraussichtlich um knapp 30 Prozent auf 3,5 Milliarden DM steigen, der Gruppenumsatz um etwa 19 Prozent auf knapp 91 Milliarden DM zunehmen. Die AGF-Gruppe ist in den Abschluß 1998 mit drei Quartalen einbezogen.

Die weltweiten Beitragseinnahmen der Allianz Gruppe erhöhten sich um 14,7 Milliarden DM bzw. gut 19 Prozent auf ca. 90,6 Milliarden DM (Vorjahr 75,9 Milliarden DM). Hiervon stammen 13,6 Milliarden DM aus der anteiligen Konsolidierung der AGF-Gruppe. Auf der Basis konstanter Wechselkurse und bereinigt um Konsolidierungseffekte betrug das Wachstum 3,3 Prozent.

In der Schaden- und Unfallversicherung ergab sich weltweit ein Zuwachs der Beitragseinnahmen um 23 Prozent von 48,1 auf 59,3 Milliarden DM (+3,5 Prozent ohne AGF und auf Basis konstanter Wechselkurse). Die Allianz Gesellscften in Deutschland und Österreich verzeichneten marktbedingt leichte Umsatzrückgänge,während in allen anderen Märkten sich der Umsatz deutlich erhöhte.

In der Lebens- und Krankenversicherung wuchsen die Beitragseinnahmen in der Allianz Gruppe um 12,6 Prozent von 27,8 auf 31,3 Milliarden DM (+2,5 Prozent ohne AGF und mit konstanten Wechselkursen). In allen wichtigen Ländern nahm der Umsatz deutlich zu.

In der Schaden- und Unfallversicherung stieg die Schaden -Kostenquote weltweit leicht an. Im Privatkundengeschäft verschlechterte sich der relativ günstige Schadenverlauf der letzten Jahre nur geringfügig. Die Schadenbelastung aus Naturkatastrophen und Großschäden aus der Industrieversicherung erhöhte sich 1998 jedoch kräftig. Dabei wirkten sich der Eissturm in Kanada und der Hurrikan "George" in Puerto Rico besonders aus.

Das Ergebnis aus den Kapitalanlagen konnte deutlich gesteigert werden. Ende 1998 hatten die Assets under Management der Allianz Gruppe einen Marktwert von rund 660 Milliarden DM. Die laufenden Erträge wuchsen wegen der weltweit rückläufigen Zinsen nur aufgrund des gestiegenden Anlagebestandes. Die günstige Verfassung der Kapitalmärkte in der ersten Jahreshälfte wurde zu Gewinnrealisierungen genutzt.

Das Ergebnis vor Steuern und Goodwill-Abschreibung wird sich 1998 voraussichtlich um 1,7 Milliarden DM bzw. 25 Prozent auf rund 8,3 Milliarden DM (Vorjahr 6,6 Milliarden DM) erhöhen. Aufgrund von Portfolioumschichtungen (BHF, ERGO) fielen die Veräusserungsgewinne deutlich höher aus als geplant. Bereinigt um diesen Effekt betrug die Ergebnissteigerung rund 12 Prozent. Die AGF-Gruppe trug mit über 300 Millionen DM zum Ergebnis bei.

Nach der jetzigen Rechnungslegung sind die Abschreibungen auf den Goodwill in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Für 1998 wird dies ein Betrag von etwa 0,5 Milliarden DM (0,3 Milliarden DM in 1997) sein. Nach Abzug der Steuern und der Minderheitenanteile rechnen wir mit einem Jahresüberschuss von 3,5 Milliarden DM (Vorjahr 2,7 Milliarden DM). Das Ergebnis pro Aktie beträgt hiernach 14,50 DM (Vorjahr 11,75 DM), dies ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um gut 20 Prozent.

Zum Jahresende 1998 waren in der Allianz Gruppe 105.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.Der Anstieg um 28.700 im Vergleich zu 1997 (77.000) stammt fast ausschliealich aus der Einbeziehung der AGF-Gruppe.

Der Vorstand der Allianz AG wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, die Dividende pro Aktie für das Geschäftsjahr 1998 von DM 1,90 auf DM 2,20 zu erhöhen.

Prognose für das laufende Geschäftsjahr 1999

Auch für 1999 rechnet die Allianz mit einem weiteren Ergebnisanstieg. Unter der Annahme, dass sich keine größeren Belastungen aus Naturkatastrophen und Großschäden ergeben, wird eine Erhöhung des Jahresüberschusses um gut 10 Prozent erwartet.

Für den Konzernumsatz rechnet die Allianz Gruppe auf Basis der Wechselkurse per Ende 1998 mit einem Zuwachs von etwa 8,8 Prozent auf gut 98 Milliarden DM.

Die Einflüsse der Steuerpläne der Bundesregierung auf die Geschäftstätigkeit der Allianz sind bei dieser Prognose noch nicht berücksichtigt. Die Allianz behält sich vor, Massnahmen einzuleiten, um negative Auswirkungen auf die Gruppe zu vermeiden.

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