Strasser und Koczur: Dringlichkeitsantrag gegen die Gefahren von Temelin

Niederösterreich setzt wieder eine Maßnahme gegen Todesreaktoren

Niederösterreich, 25.2.1999 (NÖI) "Im Rahmen der heutigen Landtagssitzung wird auf Initiative von VP und SP zur Verhinderung des Weiterbaus und der Inbetriebnahme des Atomkraftwerkes Temelin ein Dringlichkeitsantrag eingebracht. Das in Bau befindliche Atomkraftwerk Temelin samt Lager für ausgebrannte Brennstäbe stellt auf Grund seiner Nähe zu Niederösterreich eine unmittelbare Bedrohung der Sicherheit und Gesundheit des Landes und seiner Bevölkerung dar. Die Verhinderung des Kernkraftprojektes ist daher der Wille und das Ziel des NÖ Landtages", erklärten die beiden Klubobmänner, Ernst Strasser und Anton Koczur.

In vier Punkten wird daher die Landesregierung aufgefordert, Maßnahmen gegen Temelin zu setzen:

Die Bundesregierung soll ersucht werden, vor der Entscheidung
der tschechischen Regierung über die Zukunft des AKW Temelin eingehende Gespräche mit den tschechischen Regierungsmitgliedern
zu führen, um Alternativen für einen Verzicht auf den Weiterbau des AKW Temelin aufzuzeigen.

Der Bundesregierung und dem Nationalrat soll die prinzipielle Bereitschaft des Landes Niederösterreich bzw. seiner
Unternehmungen versichert werden, an Alternativlösungen im Fall
des Verzichts auf das AKW Temelin aktiv mitzuwirken.

Die Bundesregierung soll ersucht werden, bei den zuständigen Stellen der Europäischen Union dafür einzutreten, daß die Europäische Union alternative Konzepte und Lösungen bei einem Verzicht der Republik Tschechien auf den Weiterbau und die Inbetriebnahme des AKW Temelin unterstützt und fördert.

Die Bundesregierung soll darauf hingewiesen werden, daß das
Land Niederösterreich die Sicherheit der Atomkraftwerke als wesentliche Frage für den Beitritt Tschechiens zur Europäischen Union ansieht.
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