LR Bauer: Neues NÖ Zentrum für Rheumatologie am a.ö. KH Stockerau

Größtes Bundesland schließt gesundheitspolitische Versorgungslücke

St. Pölten, (SPI) - Rheumatologische Krankheitsbilder verursachen einen großen Anteil der Krankenstandstage und vorzeitigen Pensionierungen in Österreich. Sie sind also neben dem oft großen subjektiven Leidensdruck von eminenter sozialmedizinischer Bedeutung. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen stehen die Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises mit 26% an der Spitze der Ursachen chronischen Krankseins in Österreich. Darüber hinaus verursachen Krankheiten des Bewegungsapparates die zweitgrößte Anzahl von Spitalstagen.****

"Im Gegensatz zum Bundesland Wien, wo an vier Krankenhäusern bettenführende internistische Abteilungen mit rheumatologischem Schwerpunkt (KH Lainz, Wilhelminenspital, Kaiser Franz Josef-Spital und AKH) mit großen Rheumaambulanzen eingerichtet sind und zusätzlich am Donauspital eine Rheumaambulanz situiert ist, gibt es im größten österreichischen Bundesland derzeit keine deklarierte rheumatologisch-internistische Spitalsabteilung. Diese Versorgungssituation führt zu einer weitgehenden rheumatologischen Betreuung niederösterreichischer Patienten in der Bundeshauptstadt Wien mit entsprechend individuellen und allgemeinen finanziellen Belastungen, abgesehen von den für die Patienten meist langen Anmarschwegen", stellte gestern Gesundheitslandesrat Dr. Hannes Bauer im Rahmen einer Pressekonferenz anläßlich der Errichtung eines NÖ Zentrums für Rheumatologie am Krankenhaus Stockerau fest.

Geht man von der sicherlich großen Nachfrage nach rheumatologischen Einrichtungen für Akutzustände und Frühdiagnostik, sowie für die laufende Betreuung der Patienten mit chronisch verlaufenden Krankheiten aus, ist die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Rheumatologie in Niederösterreich leicht zu beantworten. "Mit der Einrichtung des NÖ Zentrums für Rheumatologie am a.ö. KH Stockerau wird nun dem Mangel an rheumatologischen Einrichtungen im größten österreichischen Bundesland Rechnung getragen. Der geplante Versorgungsbereich dieser Abteilung, soll sich auf das gesamte Bundesland, insbesondere aber auf die nördlich der Donau gelegene Region erstrecken, weil dieses Departement die erste und einzige deklarierte rheumatologische Spitalseinrichtung in Niederösterreich darstellt", so Gesundheitslandesrat Bauer weiter.

Die Etablierung eines Departements an einer Internen Abteilung stellt einen für österreichische Verhältnisse neuen und innovativen Ansatz dar, der zunehmenden Spezialisierung in der Medizin und damit einem sich ändernden Versorgungsauftrag Rechnung zu tragen. Dem Departement für Rheumatologie wird auch die fachliche und organisatorische Verantwortung für den Bereich der physikalischen Therapie zugeordnet, weil dessen Patienten naturgemäß zur Hauptklientel dieser Einheit zu zählen sind, und Physikalische Medizin einen Bestandteil des Zusatzfaches Rheumatologie darstellt. Im Rahmen einer Rheumaeinheit kommen der Physiotherapie, der physikalischen Therapie und der Ergotherapie sehr hohe Bedeutung zu, daher wird neben der bereits vorhandenen Einrichtung für Physikalische Therapie eine Ergotherapie installiert werden.

"Die Rheumatologie im KH Stockerau wird sich an bereits bestehenden rheumatologischen Zentren im In- und Ausland orientieren und versuchen, den bestmöglichen wissenschaftlichen Standard - der aufgrund der Spitzenbesetzung dieses Departements gewährleistet ist -in der Betreuung der Rheumakranken zu sichern. Verbunden mit dem Vorteil eines relativ kleinen Krankenhauses, der vor allem in der Möglichkeit des Aufbaues eines familiären Klimas zwischen Patienten, Angehörigen und niedergelassenen Ärzten auf der einen Seite und Personal der Abteilung auf der anderen Seite besteht, sollte es gelingen den medizinischen und menschlichen Bedürfnissen der Rheumapatienten Niederösterreichs gerecht zu werden", so Gesundheitslandesrat Bauer abschließend.
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