GPA-StudentInnen fordern Fachhochschule für Sozialarbeit

Die StudentInnengewerkschaft gegen Gehrer-Einem-Vorschlag zur Entwicklung der Sozialakademien

Wien (GPA/ÖGB). "Die Einigung der Bildungsminister Gehrer und
Einem bedeutet die Zementierung des Status Quo im postsekundären Bildungssektor", betont Sabine Schweizer, Vorsitzende der StudentInnen in der Gewerkschaft der Privatangestellten. Schweizer spricht sich weiters gegen die Errichtung einer
"hochschulähnlichen Bildungseinrichtung" unter dem Regiment von Ministerin Gehrer aus. "Die geplante "Reform" sei ein Etikettenschwindel. Eine Hochschule könne nicht im Unterrichtsministerium angesiedelt sein!" meint Schweizer weiter. Die Vorsitzende der GPA-StudentInnen ist davon überzeugt, dass die Sozialakademien ausschließlich als Fachhochschulen den EU-Richtlinien entsprechen. Nur so könne eine EU-Kompatibilität und in Folge eine Anerkennung am EU-Arbeitsmarkt für österreichische DiplomsozialarbeiterInnen gewährleistet werden.++++
"Die Sozialakademien sehen sich einem massiven Konkurrenzdruck
durch bereits eingereichte Fachhochschulstudiengänge in Graz und Linz gegenüber. Sollte das AStG (Akademiestudiengesetz) in der zuletzt bekannten Form beschlossen werden, so bedeutet das die Teilung der Berufsgruppe in SuperspezialistInnen für einzelne Bereiche" so Schweizer. Der Gehrer- Vorschlag bedeutet
gleichzeitig die Öffnung des sozialarbeiterischen Bildungssektors für private Anbieter. Schweizer weiter: "Arbeitsmarktpolitisch ist dieser Schritt nicht verständlich! Ich hätte mir besonders von Minister Einem mehr Einsatz zu Gunsten der zukünftigen ArbeitnehmerInnen erwartet."
Schweizer schließt: "Ich fordere die BildungspolitikerInnen aller Fraktionen auf, die Diskussionen bezüglich der Pädagogischen Akademien und der Sozialakademien scharf zu trennen. Die
Vorzeichen sind andere!"

ÖGB, 24. Februar 1999 Nr. 85

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