Prammer: Trotz Scheitern der Verhandlungen zum Biosafety Protokoll muß vorsichtige Haltung Europas bei gentechnisch veränderten Produkten aufrecht erhalten bleiben.

Wien (OTS) - Die seit Monaten intensiv laufenden Verhandlungen zur internationalen Regelung des Im- und Exports von gentechnisch veränderten Produkten sind nun auf Betreiben der Länder der Miami Gruppe (USA, Kanada, Australien, Argentinien, Chile, Uruguay) in Cartagena, Kolumbien gescheitert. Trotzdem ist klar, daß gentechnisch veränderte Produkte, die in Österreich auf den Markt kommen, gekennzeichnet werden müssen, betont Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer.

Die Länder der Miami Gruppe sind von den bereits verhandelten Kompromißvorschlägen abgegangen und haben eine völlige Ausnahme landwirtschaftlicher Produkte aus den Regelungen verlangt. Damit können die durch die Europäische Kommission akkordierten Standpunkte der EU-Staaten, die von den meisten anderen UN Ländern akzeptiert wurden, vorerst nicht umgesetzt werden.

Dieses Scheitern zeigt, so Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer, die Spannungen zwischen dem differenziert vorsichtigen Vorgehen in der EU, welches sich hier nicht zuletzt durch die Bemühungen Österreichs durchgesetzt hat, und den Wünschen der USA, welche die Vermarktung gentechnischer Produkte oft amerikanischer Herkunft in europäischen und anderen Staaten einzig und allein Handelsabkommen wie der WTO unterwerfen wollen.

Die Haltung der Staaten der Miami Gruppe wird nicht dazu beitragen, das Vertrauen der europäischen KonsumentInnen in ausländische gentechnisch veränderte Produkte zu stärken, betont Prammer. "Ich werde mich umso stärker dafür einsetzen, daß unsere Bemühungen in Europa um eine sichere und umweltverträgliche Nutzung der Gentechnik in der Landwirtschaft und der Lebensmittelproduktion unter Berücksichtigung lokaler Umweltaspekte und der KonsumentInnenwünsche nach einer klaren Kennzeichnung weitergeführt werden", stellt Prammer abschließend fest.

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