Schwächere Märkte beeinflussen Jahresergebnisse von Borealis

Kennzahlen 4Q 4Q 1-4Q 1-4Q
(Quartal endet mit
31. Dezember 1998) 1998 1997 1998 1997
Umsatz EUR Mill. 527 652 2.739 2.516
EBIT vor Restruktu-
rierungs-Kosten EUR Mill. 29 66 218 267 Restrukturierungs-
Kosten EUR Mill. -51 -20 -54 -28
Ergebnis vor
Steuern EUR Mill. -12 42 145 220 Nettogewinn nach
Steuern EUR Mill. -1 55 116 183
ROCE nach Steuern % 9% 14%
Cash-flow aus der
Betriebstätigkeit EUR Mill. 386 324 Invest. in Sachanlagen
und immat. AV EUR Mill. 187 197 Netto-Schulden
(verzinst) EUR Mill. 314 180 Verschuldungsquote % 28% 16%

Der Borealis-Konzern, Europas führender Hersteller von Polyolefinen, veröffent-lichte heute die vorläufigen Jahresergebnisse 1998. Die generelle Schwäche am Markt sorgte - im Vergleich zu 1997 -auch für schwächere finanzielle Ergebnisse. Da die Zahlen der ehemaligen PCD-Polymere-Unternehmen in die Ergebnis-zahlen integriert sind, sind diese nicht direkt mit jenen von 1997 vergleichbar.

Der Gewinn nach Steuern betrug 1998 EUR 116 Millionen und sank damit gegen-über jenem des Vorjahres (EUR 183 Millionen). Der EBIT vor Restrukturierungs-Kosten beläuft sich auf EUR 218 Millionen, verglichen mit EUR 267 Millionen im Vorjahr.

Die Ergebnisse inkludieren EUR 54 Millionen an Restrukturierungs-Kosten, die sich durch die beschleunigte Umsetzung des Site-Development-Programms ergeben haben. Dieses Programm soll an allen Standorten durch die Kombination von Inve-stitionen und Organisations-Vereinfachungen signifikante Kosten-reduktionen und Produktivitätssteigerungen erzielen. Auch die Reduktion der Mitarbeiterzahl ist Teil dieses Programms.

Das schwächere Ergebnis ist hauptsächlich auf die geringeren Verkäufe und den Rückgang der durchschnittlichen Marktpreise für Polyolefine im Jahr 1998 zurück-zuführen. Auch die Preise für Naphtha, dem Hauptrohstoff, waren um 14 Prozent geringer und trugen somit zu einer wesentlichen Kostenreduktion der Standard-Naphtha-Cracker bei. Die damit verbundene Spanne fiel um 6 Prozent.

Die jährliche Verzinsung des Kapitals nach Steuern (ROCE) betrug 9 Prozent (14 Prozent im Jahr 1997). Der EBIT (exklusive des Aufwands für Restrukturierungs-maßnahmen) betrug im 4. Quartal EUR 29 Millionen verglichen mit EUR 66 Millio-nen im selben Quartal des Vorjahres.

Der Cash-flow aus der Betriebstätigkeit stieg 1998 auf EUR 386 Millionen vergli-chen mit EUR 324 Millionen 1997. Die Nettoinvestitionen erreichten EUR 247 Millionen und konnten damit durch den Cash-flow aus der Betriebstätigkeit zur Gänze finanziert werden. Borealis kann somit eine gut fundierte Bilanz vorweisen: Die Liquidität beträgt 44 Prozent und die Verschuldungsquote 28 Prozent.

"1998 war ein Jahr des Fortschritts und großer Veränderungen für Borealis. Die Fusion und Integration der PCD Polymere wurde erfolgreich abgeschlossen. Wir haben unsere Position als unumstrittener Führer im europäischen Polyolefinsektor weiter verstärkt. Wir haben entscheidende Schritte Richtung strategisches Wach-s-tum außerhalb Europas gesetzt. Eine neue Eigentümerstruktur wurde etabliert. Angesichts der herausfordernden Marktsituation wollen wir unsere Kräfte darauf kon-zentrieren, unsere Leistungen weiter zu verbessern", betont CEO Svein Rennemo.

Im Bereich der Arbeitssicherheit kann Borealis seit vier Jahren auf eine kontinuierliche Verbesserung verweisen: So beträgt die "Lost time accident (LTA)"-Frequenz - sie mißt die Zahl der Unfälle pro Million Arbeitsstunden - nunmehr 3,7 (1997: 4,8 und 1994 - das Jahr der Gründung der Borealis -: 11,0).

Entwicklungen in Europa

Borealis setzte 1998 einige wichtige Schritte, um ihre Polyolefinaktivitäten in Europa zu stärken und zu fokussieren:

- Im März kündigte Borealis die Aufrüstung einer Polyethylenanlage in Stenungsund (Schweden) mit der von ihr entwickelten Borstar-Technologie an. Die neue Anlage wird im Mai 2000 in Betrieb gehen und direkt vom eigenen Cracker mit Rohstoff versorgt werden. Dessen Kapazität wird derzeit wesentlich erweitert.

- Im Mai kam es zur Einigung betreffend die Übernahme der PCD Polymere von der OMV. Diese war von der Zustimmung durch Neste abhängig, die ihre 50 Prozent Anteile zu gleichen Teilen an die OMV und die International Petroleum Investment Company (IPIC) veräußerte.

- Im August konnte die Kapazitätserweiterung des Crackers in Porvoo, Finnland, auf 290.000 Tonnen pro Jahr abgeschlossen werden.

- Am 1. September 1998 kam es zur offiziellen Integration der PCD Polymere. Mit rund 1.000 Mitarbeitern brachte diese zusätzliche Produktionskapazitäten von 475.000 Tonnen Polyethylen/Jahr und 460.000 Tonnen Polypropylen/Jahr, die in Anlagen in Österreich und Deutschland produziert werden, ein. Borealis verfügt nun über zusätzliche Möglichkeiten der Compound-Produktion in Öster-reich und Italien, ein verbessertes europäisches Vertriebsnetz und eine weitere For-schungs- und Entwicklungsabteilung in Österreich (Linz).

- Am 1. September trat auch eine neue konzernweite Organisationsstruktur in Kraft.

- Im November erhöhte Borealis ihre finanzielle Flexibilität durch Unterzeichnung eines Kreditvertrages (USD 650 Millionen). Ein Konsortium von 23 internationalen Banken räumte als Partner eine siebenjährige Tilgungsmöglichkeit ein.

- Im Dezember begann der Bau der ersten Borstar-Anlage für Polypropylen in Schwechat, Österreich.

- Eine große Anzahl von innovativen Produkten wurde im Lauf des Jahres 1998 auf den Markt gebracht.

Wichtige Entwicklungen außerhalb Europas

Borealis setzte seine Bestrebungen fort, auch außerhalb Europas in Schlüsselmärkten zu wachsen:

- Während des Jahres 1998 finalisierte Borealis seine Joint-venture-Verträge mit der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) für ein neues Unternehmen, Borouge. Sowohl das Produktions-Joint-venture, Abu Dhabi Polymers Com-pany Limited (Borouge), als auch das Verkaufs- und Marketing-Joint-venture in Sin-gapur, Borouge Pte Ltd., starteten ihre Aktivitäten im Sommer. Etwas später wurde der Ethylene-Unit-EPC-Vertrag unterzeichnet.

- Borealis setzt seine aktive Suche für eine Produktions-Joint-venture-Möglichkeit in China fort.

Zukunftsaussichten

Da zu erwarten ist, daß sich der Marktdruck 1999 fortsetzt, wird sich Borealis auf folgende Aufgaben konzentrieren: weitere Nutzung der Synergien, die es durch die Übernahme der PCD Polymere gibt, Kostenreduktion und Implementierung des Site-Development-Programms sowie Verbesserung der Kundenzufriedenheit.

Datenblatt zur Borealis-Presseaussendung vom 24.2.1999

Kennzahlen in EUR 4Q 4Q 1-4Q 1-4Q
(Quartal endet mit
31.Dezember 1998) 1998 1997 1998 1997
Umsatz EUR Mill. 527 652 2.739 2.516
EBIT vor Restruktu-
rierungs-Kosten EUR Mill. 29 66 218 267 Restrukturierungs-
Kosten EUR Mill. -51 -20 -54 -28 Ergebnis vor
Steuern EUR Mill. -12 42 145 220 Nettogewinn nach
Steuern EUR Mill. -1 55 116 183
ROCE nach Steuern % 9% 14% Cash-flow aus der
Betriebstätigkeit EUR Mill. 386 324 Invest. in Sachan-
lagen und immat.AV EUR Mill. 187 197 Netto-Schulden
(verzinst) EUR Mill. 314 180 Verschuldungsquote % 28% 16%

Kennzahlen in ATS 4Q 4Q 1-4Q 1-4Q
(Quartal endet mit
31. Dezember 1998) 1998 1997 1998 1997
Umsatz ATS Mill. 7.252 8.972 37.689 34.621
EBIT vor Restruktu-
rierungs-Kosten ATS Mill. 399 908 3.000 3.674 Restrukturierungs-
Kosten ATS Mill. -702 -275 -743 -385
Ergebnis vor
Steuern ATS Mill. -165 578 1.995 3.027 Nettogewinn nach
Steuern ATS Mill. -14 757 1.596 2.518
ROCE nach Steuern % 9% 14% Cash-flow aus der
Betriebstätigkeit ATS Mill. 5.311 4.458 Invest. in Sachanlagen
und immat. AV ATS Mill. 2.573 2.711 Netto-Schulden
(verzinst) ATS Mill. 4.321 2.477 Verschuldungsquote % 28% 16%

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