Tourismusbranche in Aufbruchsstimmung

Kröll: "Viel Schnee ist ein gutes Werbemittel" - Tourismus deponiert Forderungen zur Steuerreform

Wien (PWK) - Die Tourismusbranche befindet sich in einer Aufbruchsstimmung wie schon seit Jahren nicht mehr. Das Jahr 1998 brachte kräftige Zuwächse bei Deviseneinnahmen (plus 5,8 Prozent), Übernachtungen (plus 2 Prozent) und Ankünften (plus 4,5 Prozent). Trotz der Komplikationen durch den vielen Schnee läuft auch der heurige Winter sehr gut, zog Tourismus-Bundessektionsobmann Komm.Rat Hansjörg Kröll Montag abend Zwischenbilanz. Auch wenn in manchen Orten die Schäden für die Wirtschaft groß sind, verspricht die ausgezeichnete Schneelage doch eine durchgehende Saison zumindest bis Ostern, was sicher sehr viel wieder gutmacht. ****

"Positiv ist vor allem, daß von der Schneelage nicht nur, wie in den vergangenen Jahren, die typischen Wintersportgebiete, sondern auch die tiefer gelegenen Gebiete profitieren", sagte Kröll. Der viele Schnee sei für den Tourismus jedenfalls ein gutes Werbemittel.

Von der Steuerreform 2000 erwarte die Branche eine Reihe von Erleichterungen. Da in den nächsten Jahren tausende von Betrieben übergeben werden, müsse die Betriebsübernahme erleichtert werden. Die Grundsteuer dürfe keinesfalls erhöht werden. "Neben Maßnahmen zur Stärkung des Eigenkapitals verlangen wir eine Entbürokratisierung, wie z.B. die schon lange geforderte Steuerpauschalierung", deponierte der Sektionsobmann. Auf EU-Ebene kämpfe die Interessensvertretung vor allem um die Einbindung nichttraditioneller Tourimusregionen in die Strukturfonds der EU.

Was die Betriebe betrifft, so haben diese, wie Kröll betont, auch in schwierigen Zeiten alles getan, um ihr Angebot zu verbessern. Insgesamt haben die Tourismusbetriebe in den letzten fünf Jahren rund 75 Milliarden Schilling, d.h. pro Jahr ca. 15 Milliarden, investiert. Das habe auch die übrige österreichische Wirtschaft, vor allem das Bau- und Baunebengewerbe, positiv zu spüren bekommen.

Ein Indiz für die Investitionsfreudigkeit der Betriebe sind die Kreditanträge bei den Förderungsbanken. Die Österreichische Hotel-und Tourismusbank verzeichnete 1998 eine Steigerung um 25 Prozent auf 1,2 Milliarden und beim geförderten Gesamtinvestitionsvolumen eine Zunahme um 34 Prozent auf 2,5 Milliarden Schilling. Neben den Um- und Zubauten sowie Freizeiteinrichtungen, wie z.B. Badeanlagen, wurden im ERP-Bereich erstmals auch Liftanlagen gefördert. Die Bürges-Förderungsbank meldet ebenfalls eine starke Nachfragesteigerung.

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