Medikamentenpreise: LIF-Steiner kritisiert Ablenkungsmanöver der NÖ-Gebietskrankenkassen

Geldmangel durch verfehlte Krankenhauspolitik

Wien (OTS) - In der NÖN der Vorwoche hat die NÖ-Gebietskrankenkasse den Anstieg der Ausgaben für "teurere" Medikamente beklagt. "Das ist eine Informationspolitik, die von den eigentlichen Problemen unseres Gesundheitssystems ablenken," meldet sich die liberale Landessprecherin Liane Steiner zur Diskussion.***

Mein Mißtrauen wächst, wenn ich mir die Daten vom Hauptverband der österr. Sozialversicherungsträger über die Gebarung aus 1997 betrachte, denn die Daten aus 1998 liegen noch nicht vor: 24 Krankenkassen verursachen Ausgaben in der Höhe von 122,3 Mrd., davon geben sie rund 11% ihrer Gesamtausgaben für Medikamente aus. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die NÖ-Gebietskrankenkassen allzuweit von dieser Kostenstruktur entfernt ist.

Der mit Abstand größte Ausgabenbrocken der Sozialversicherer sind die Spitalskosten mit rund 40 % ihrer Ausgaben sind. Doch diese decken nur 45% der tatsächlichen Kosten ab und Spitalserhalter und Privatversicherungen müssen die fehlenden 55% ausgleichen. - Die Spitäler geben übrigens nur rund 5,4% ihrer Ausgaben für Arzneimittel aus!

"Wir müssen daher vorrangig auf eine Sanierung der Spitäler drängen. Ich erinnere wieder einmal mehr an das seit Sommer 1998 vorliegende Gutachten über das Krankenhaus Mödling, in dem nachgewiesen wird, daß mit der Beseitigung der dort aufgezeigten Struktur - und Führungsmängel wesentliche Kosten eingespart und zugleich die Leistungen für die Patienten verbessert werden können. Hier ist die NÖ-Landespolitik säumig, die für eine Reform die bestehenden gesetzlichen Grundlagen ändern muß, die einer Sanierung im Wege stehen" schließt Liane Steiner ihr gesundheitspolitisches "ceterum censeo".

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