Baugewerkschaft fordert zusätzliche Mittel für Lawinenverbauung

Bund spart falsch: Beschäftigung und Sicherheit durch Wildbach- und Lawinenverbauung

Wien (GBH/ÖGB). "Die aktuelle dramatische Situation in den westlichen Bundesländern Österreichs durch die starken Schneefälle und durch abgehende Lawinen hat uns wieder vor Augen geführt, dass man die Natur nie 100-prozentig in den Griff bekommen wird können. Die Sicherheit für Bevölkerung und Land müssen oberste Priorität haben. Daher müssen Bund und Länder zusätzliche Bundes- und Landesmittel für die Lawinen- aber auch für die Wildbachverbaung noch in diesem Jahr zur Verfügung stellen. Denn es gibt Aufgaben des Staates, die sich einfach nicht nach der Rentabilitätsformel rechnen lassen", betonte heute der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH), Johann Driemer. Die Gewerkschaft Bau-Holz ist jene Interessenvertretung, die die rund 1.200
Arbeitnehmer in der Wildbach- und Lawinenverbauung vertritt.++++

Spezialisten zähmen die Natur

Wie bedrohlich Lawinenabgänge, Hangrutschungen, Murenabgänge und Wildbachkatastrophen sein können, sind nachzulesen. Driemer: "Ganz wird man die elementaren Gewalten der Natur nicht zähmen können, aber es wird notwendig sein, dass man zum Schutze von
Menschenleben sowie Hab und Gut zusätzliche Mittel zur Verfügung stellt, damit derartige Katastrophen nach Möglichkeit verhindert werden können."
Nach Meinung der GBH gilt es, für diesen Bereich zusätzlich Arbeitsplätze zu schaffen, auch wenn in vielen Gebieten tief verschneite Zufahrtswege und Lawinengefahren dafür verantwortlich sind, dass nur von Mai bis Ende Oktober gearbeitet werden kann. Driemer: "Wenn nicht Spezialisten wie die Arbeitnehmer der
Wildbach- und Lawinenverbauung diese Tätigkeiten ausführen, dann wird auch die Sicherheit geringer werden. Für den Schutz der Menschen vor Naturgewalten müssen einfach rechtzeitig ausreichende finanzielle Mittel eingesetzt werden. Dabei gilt der Grundsatz ‘vorsorglich handeln und nicht erst, wenn etwas passiert’."

Kommission einsetzen

Die Gewerkschaft Bau-Holz fordert daher von Bundesminister Mag. Molterer, "dass sich im Frühjahr eine Kommission des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft intensiv mit den Gefahrenzonenplänen und zusätzlichen Projekten der Wildbach- und Lawinenverbauung auseinandersetzt, um die Sicherheit von Land und Leute zu gewährleisten." Der GBH-Bundesvorsitzende Driemer betonte abschließend: "Angesichts der außergewöhnlich dramatischen Situation in Tirol und Vorarlberg sind wir alle gefordert, neue Sicherheitsverbesserungen im Interesse der Bevölkerung und der Volkswirtschaft vorzunehmen. Es gibt sicherlich noch sehr viel zu tun, damit auch angesichts der bevorstehenden Ski
Weltmeisterschaft in St. Anton im Jahr 2001 die Sicherheit aller gewährleistet ist und sich Österreich als ein schönes, aber auch sicheres Winterparadies darstellen kann."

ÖGB, 23. Februar 1999 Nr. 83

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