Österreichs Außenhandel mit Kroatien 1998 rückläufig

Exporte von Jänner bis Oktober um 16 Prozent gesunken - Trend zu neuen Firmengründungen in Kroatien hält aber weiter an

Wien (PWK) - Der österreichisch-kroatische Außenhandel hat sich 1998 erstmals seit der Unabhängigkeit Kroatiens abgeschwächt. In den ersten 10 Monaten gingen die österreichischen Exporte nach Kroatien um 16 Prozent auf 6,8 Mrd Schilling zurück, berichtet Österreichs Handelsdelegierter in Zagreb, Günter Mühlberger. Auch die Importe aus Kroatien nahmen ab und lagen in den ersten 10 Monaten bei 2,4 Mrd Schilling, was einem Rückgang von 4 Prozent entspricht. Der Außenhandelsüberschuß Österreichs mit Kroatien wird sich für das Gesamtjahr zwar verringern, aber dennoch bei rund 5 Mrd Schilling liegen, schätzt Mühlberger. ****

Verantwortlich für den Rückgang ist vor allem die Wirtschaftslage Kroatiens, die sich 1998 eindeutig verschlechtert hat. Durch die allgemeine Stagnation des kroatischen Außenhandels kam es bei fast allen EU-Ländern zu Einbußen bei ihren Lieferungen nach Kroatien. "Zurückzuführen ist die schwierige Wirtschaftslage einerseits auf die interne Verschuldung der Betriebe und deren schlechte Liquiditätslage, andererseits auf die höhere Verschuldung Kroatiens sowie die angespannte Situation bei den Banken", erklärt Mühlberger. Das Stabilisierungsprogramm der kroatischen Regierung von 1993 mit seinen stabilen Wechselkursen und seiner Anti-Inflationspolitik wird zwar weiter fortgesetzt, konnte aber das Ansteigen der Inflation auf fast 6 Prozent und eine leichte Abwertung der kroatischen Kuna nicht verhindern.

Wenn auch erst in ein bis zwei Jahren ein Wirtschaftsaufschwung in Kroatien zu bemerken sein wird, so bietet der kroatische Markt dennoch auch jetzt ausgezeichnete Chancen für österreichische Unternehmen, weiß Mühlberger. Österreich ist einer der wichtigsten Handelspartner Kroatiens und liefert vor allem verschiedenste Maschinen, Straßenfahrzeuge, Metallwaren, Papier und Pappe sowie Textilien. Aus Kroatien gelangen in erster Linie Schuhe und Bekleidung, elektrische Maschinen und Geräte, Kunststoffe sowie Holzexporte nach Österreich.

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