AKNÖ-Informationsveranstaltung "Jugend in der Arbeitswelt" eröffnet

AKNÖ-Präsident Staudinger fordert eine tiefgreifende Reform des österreichischen Berufsaus- und Weiterbildungssystems

Wien (OTS).- Bei der Eröffnung der Informationsveranstaltung "Jugend in der Arbeitswelt" forderte der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich, Josef Staudinger, heute eine umfassende, tiefgreifende Reform des gesamten Ausbildungssystems, von der Volksschule bis zur Universität, von der Berufsaus- bis zur Berufsweiterbildung. Der AKNÖ-Präsident sprach sich gegen Gewinnmaximierung auf dem Rücken der Lehrlinge aus: "Wir sind bereit, ohne Tabus und Scheuklappen über alles zu diskutieren, was unserer Wirtschaft, den Betrieben und dem Standort Österreich insgesamt weiterhilft und vor allem mehr Arbeitsplätze, gerade bei den Jugendlichen, bringt. Unsere Grenze ist aber dort, wo notwendige Schutzbestimmungen übergangen werden sollen und wo versucht wird, die Bezahlung der Lehrlinge noch niedriger zu halten, als sie ohnehin schon ist. Unsere Grenze ist dort, wo die Jugendarbeitslosigkeit als Druckmittel eingesetzt wird." Für konstruktive Gespräche, für kreative Lösungen, für gemeinsam erarbeitete Modelle, für sozialpartnerschaftliche Kompromisse, letztendlich für faire Arbeitsbedingungen stünden AK und ÖGB Niederösterreich allerdings jederzeit zur Verfügung, so Staudinger abschließend.

Der Direktor der Arbeiterkammer Niederösterreich, NR Mag. Herbert Kaufmann, meinte, daß es besonders wichtig sei, das Image des Lehrberufes zu stärken. Kaufmann betonte, daß der Lehrberuf alles andere als eine Sackgasse sei, ganz im Gegenteil hätte Österreich im internationalen Vergleich eines der besten, qualitiv hochstehendsten Berufsausbildungssysteme. Dieses gelte es auch in Zukunft sicherzustellen.

Die Veranstaltung "Jugend in der Arbeitswelt" wird in den nächsten Tagen von rund 5000 Schülerinnen und Schülern aus knapp 200 niederösterreichischen Schulklassen besucht. Sie erlaubt einen weitgesteckten, übersichtlichen und praxisnahen Blick ins bevorstehende Berufsleben. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Schulabgänger der polytechnischen Lehrgänge und soll helfen, die richtige Berufswahl zu treffen. Jugendliche, die sich schon für einen konkreten Lehrberuf entschieden haben, können bei dieser Gelegenheit erkunden, ob sich ihre persönlichen Vorstellungen und Erwartungen vom künftigen Lehrberuf mit der tatsächlichen Situation und Berufsausicht dieses Lehrberufs decken.

Jugendliche, die sich zwar grundsätzlich für den Berufsweg Lehre entschieden haben, aber noch keine konkrete Berufsvorstellung haben, können sich ebenfalls ausgiebig informieren - und zwar einerseits bei Bildungsexperten, andererseits aber auch bei Lehrlingen der verschiedenen Berufszweige. Experten geben weiters Auskünfte über die Zukunftschancen und die gegenwärtige bzw. künftige Arbeitsmarktsituation der einzelnen Lehrberufe.

Darüber hinaus können sich die Schüler über die Ziele und Aufgaben jener Institutionen informieren, mit denen sie beim Berufseinstieg konfrontiert sind: die Arbeiterkammer, die Fachgewerkschaften, die Sozialversicherungsträger, das Arbeitsinspektorat, das Arbeitsmarktservice, der Landesschulrat etc. "Jugend in der Arbeitswelt/Beruf 2000" läuft im Veranstaltungszentrum (VAZ) St. Pölten, Kelsengasse 9, noch bis zum 26. Februar 1999.

Für Rückfragen steht die AKNÖ-Öffentlichkeitsarbeit unter der Telefonnummer (01) 588 83-1246 DW gerne zur Verfügung.

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