PUNKTEFÜHRERSCHEIN - MODELL HAT GEFÄHRLICHE SCHWÄCHEN KfV: Angepeilte Zielgruppe der Verkehrsrowdies und Mehrfachtäter wird nur mangelhaft erfaßt

Wien (OTS) - Bei einer Alkoholisierung von mehr als 0,8 Promille
ist im Entwurf zum Punkteführerschein vorgesehen, die Lenkberechtigung für mindestens einen Monat zu entziehen und die Entzugsdauer für schon auf dem Konto befindliche Punkte um einen Monat pro Punkt zu verlängern. Danach ist der Betroffene wieder, durch die Tilgung aller Punkte, ein unbeschriebenes Blatt.

"Der Führerscheinentzug hebt die Vergabe von Punkten auf, gleichzeitig sollen alle vorher kassierten Punkte getilgt werden. Das ist sicherlich nicht im Geiste des "Bewährungsmodells Punkteführerschein", da der Beobachtungszeitraum wegfällt, in dem man die Spreu vom Weizen trennen könnte. Zahlreiche Wiederholungstäter können so, nach kurzer Entzugszeit, unerkannt und mit weißer Weste ihr Treiben fortsetzen," so Dr. Othmar Thann, Hauptgeschäftsführer des KfV.

"So begrüßenswert die durch Verkehrsminister Einem geplante Einführung des Punkteführerscheins in Österreich am 1.1.2000 auch ist, der vorliegende Entwurf versagt leider in einem entscheidenden Punkt, und zwar bei der Erfassung der angepeilten Zielgruppe der Verkehrsrowdies und Mehrfachtäter," so Thann.

In der Woche vom 15. bis 21. Februar 1999 verloren 8 Pkw-Insassen (davon 4 Lenker) und 4 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mußten

nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (6), Vorrangverletzung (2), Überholen (2) und Unachtsamkeit (2) festgestellt werden. Vier Fußgänger verloren ihr Leben durch Fremdverschulden. Alkoholisierung war bei einem Verkehrsunfall Mitursache.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Abt.f.Öffentlichkeitsarbeit
Herbert Koczera
Tel.: 01/71770-122 DW
e-Mail: pr@kfv.or.at
Internet: http://www.kfv.or.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KFV/OTS