Arbeit behalten - Freizeit gewinnen

Spindelegger und Dirnberger präsentieren mit einer Informationskampagne das neue NÖ-AAB-Modell gegen die Altersarbeitslosigkeit

St. Pölten (OTS) - Initiativen gegen die Altersarbeitslosigkeit
hat der NÖ-AAB entwickelt. Zuletzt lag die altersspezifische Arbeitslosenquote bei den über 50-jährigen Arbeitnehmern doppelt so hoch, bei den über 55-jährigen gar dreimal so hoch wie im Durchschnitt der Bevölkerung. NÖ-AAB-Landesobmann NR Dr. Michael Spindelegger: "Heute gilt oft: Je älter, desto arbeitsloser. Wir müssen älteren Arbeitnehmern die Angst und nicht die Arbeitsplätze nehmen. Deshalb hat der ÖAAB das Modell der Altersteilzeit entwickelt. Mit dieser Idee kann die Arbeitszeit um 20 bis 50 % verringert werden, die Hälfte des Verdienstentganges wird der Arbeitnehmerin, dem Arbeitnehmer vom AMS ersetzt. Statt Arbeitslosigkeit zu verwalten und zu bezahlen, wird damit Beschäftigung, Sicherheit des Arbeitsplatzes und mehr Freizeit erreicht". Der ÖAAB hat in der Hauptversammlung der Arbeiterkammer einen entsprechenden Antrag eingebracht. Spindelegger: "Der NÖ-AAB wird unter dem Motto "Arbeit behalten - Freizeit gewinnen" mit einer breit angelegten Informationskampagne das neue Modell gegen die Altersarbeitslosigkeit vorstellen und für die rasche Verwirklichung eintreten".

Rücksichtslosigkeit gegenüber Älteren darf nicht Bestandteil europäischer Unternehmenskultur werden

AK-Vizepräsident LAbg. Alfred Dirnberger: "Zu alt für den Job, zu jung für die Pension. Das wollen wir ändern". Erst die Arbeit, dann die Arbitslosigkeit, dies sei eine Zukunftsvision, die er kategorisch ablehne. Zu der vielfach zu beobachtenden systematischen Ersetzung älterer Arbeitnehmer kritisiert Dirnbger den neoliberalen Zeitgeist:
"Rücksichtslosigkeit gegenübr Älteren darf nicht Bestandteil europäischer Unternehmenskultur werden". Zudem sei eine Bewußtseinsänderung in den Personalabteilungen vieler Bereiche gegen die Vorurteile der Einstellung älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer notwendig. Älteren Menschen bei Vorstellungsgesprächen vorweg keine Chance zu geben, dagegen sei, so Dirnberger, in einer breiten Bewußtseinsbildung energisch anzukämpfen.

Comeback 50: Niederösterreich geht mit gutem Beispiel voran

Das Land Niederösterreich hat 1999 gemeinsam mit dem AMS eine Initiative gegen die triste Situation älterer Arbeitnehmer am Arbeitsmarkt gestartet: Dirnberger begrüßt den Vorstoß in Niederösterreich: "Comeback ist ein Lohnkostenzuschuß für Betriebe, die niederösterreichische Arbeitslose über 50 mindestens 1 Jahr zusätzlich beschäftigen". Dabeiwerden 25 % der Bruttolohnkosten, mindestens S 3.000,-- und höchstens S 7.000,-- pro Monat gewährt. Die Auszahlung erfolgt über 9 Monate. Der/die neue beschäftigte Arbeitnehmer/in muß älter als 50, in NÖ wohnhaft, österreichischer Staatsbürger und beim AMS als arbeitssuchend registriert sein.

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