HÖGER : UNTERNEHMEN TRAGEN AUSBILDUNGSVERANTWORTUNG

LHStv. Höger eröffnet "Jugend in der Arbeitswelt"-BerufsInfomesse in St Pölten

St. Pölten (ÖGB-NÖ) Dem Aufruf des Bundeskanzlers, die Berufsausbildung zum nationalen Schwerpunkt zu machen und dafür Sorge zu tragen, daß kein Jugendlicher ohne Ausbildungs- oder Arbeitsplatz da steht, haben sich vorerst, in breitem Konsens, alle angeschlossen. In Wahrheit aber nicht, um das Problem zu lösen, sondern um billiges politisches Kapital daraus zu schlagen, daß die Forderungen des Kanzlers nichts eins zu eins erfüllt wurden, kritisierte Montag der Landesvorsitzende des ÖGB-NÖ, Landeshauptmannstv. .Ernst Höger, bei der Eröffnung der diesjährigen "Jugend in der Arbeitswelt"-Berufsinformationsmesse in St. Pölten. "Auf dem Rücken der Jugendlichen wird ein "Match" ausgetragen, wo manche Unternehmer kaltlächelnd mit der Zukunft der Jugend spekulieren und glauben, mit anhaltender Arbeits- und Ausbildungslosigkeit persönliche Gewinne lukrieren zu können –und die Schuld soll die Politik tragen. Dem gilt es mit aller Kraft und Möglichkeit Einhalt zu gebieten", betonte Höger.

Wenn man sich anschaut, wer wirklich Ideen entwickelt und Möglichkeiten aufzeigt, so sind es in Wahrheit die Arbeitnehmervertreter, ihre Einrichtungen und Jugendorganisationen, stellte der ÖGB-Landesvorsitzende weiters klar. Weit über 90 Prozent der Qualifikationsmaßnahmen über den NAP (Nationaler Beschäftigungsplan) wird vom BFI-NÖ abgewickelt – dem Berufsförderungsinstitut des ÖGB und der AK, finanziert aus den Geldern der Arbeitslosenversicherung über das AMS und das Sozialministerium, erinnerte der Landeshauptmannstv.. Das neue Lastensausgleichsmodell der ÖGJ im Bereich der Jugendausbildung könnte Gerechtigkeit zwischen ausbildenden und nichtausbildenden Betrieben schaffen – und damit neue Möglichkeiten eröffnen, erklärte Höer weiters. So fordert die ÖGJ einen Lastenausgleich zwischen ausbildenden und nichtausbildeten Betrieben, ein Prämiensystem für erfolgreiche Ausbildungsvarianten und die Förderung über-und zwischenbetrieblicher Ausbildungsschienen. "Obwohl international anerkannt die hohe Qualifikation der österreichischen Arbeitnehmer die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs unserer Heimat ist, verabschieden sich zunehmend mehr Unternehmen aus ihrer Bildungsverantwortung. Und das kann nicht länger hingenommen werden", hob Höger hervor.

Gemeinsam mit der AK, dem ÖGB, dem AMS und dem BFI haben wir in Niederösterreich völlig neue Ausbildungsmöglichkeiten entwickelt und gemeinsam mit der Wirtschaft, Technologie-, Forschungs- und Entwicklungszentren geschaffen, die eine sinnvolle Synergie zwischen Bildung, Ausbildung, Forschung, Entwicklung und Produktion bilden. "Darin liegt sehr viel Phantasie für die Zukunft. Ein Zukunftswille, der großen Teilen der Wirtschaft zu fehlen scheint, denn sonst würde sie in ihr wichtiges Kapital investieren: In bestausgebildete Facharbeiter von morgen", merkte der ÖGB-Landesvorsitzende abschließend an.
(Schluß)nk/wb

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