AK Telefonkostenvergleich (1): Kaum Ersparnis unter dieser Nummer

"Normal-Telefonierer" haben kaum was von den neuen Telefonangeboten

Wien (OTS) – "Normaltelefonierer" haben kaum was von den neuen privaten Telefonangeboten: Das zeigt eine großangelegte Untersuchung der AK Wien. Von der Freigabe des Telefonmarktes
haben bisher vor allem die Unternehmen profitiert – aber kaum Privatkunden, stellen die AK Konsumentenschützer fest. Grundlage der Untersuchung war der Telefontyp des "Normaltelefonierers". Das Ergebnis: Dieser Konsument gibt durchschnittlich 560 Schilling im Monat für das Telefonieren aus – wenn er über andere Anbieter als die Telekom anruft, dann kann er oder sie sich im günstigsten Fall 50 Schilling sparen, allerdings auch draufzahlen. Die Untersuchung (verglichen wurden die Gesprächsgebühren) zeigt aber auch, daß dafür viel Aufwand beim Vergleich von Zeitzonen, Regionalzonen und Abrechnungsarten betrieben werden muß. Die AK Konsumentenschützer kritisieren die Tarifgestaltung der meisten Anbieter als "undurchschaubar und nicht kundenfreundlich" und fordern die Anbieter auf, transparentere Tarife zu erstellen.****

"Normal-Telefonierer" brauchen einen großen Aufwand, wenn sie den jeweils günstigsten Anbieter wählen wollen – aber können sich dabei kaum was ersparen. Das zeigt eine großangelegte AK Untersuchung von Haushalten und ihrem Telefonverhalten, die im Februar in Wien durchgeführt wurde. Ausgewertet wurden dafür 28.500 Einzelgespräche, verglichen wurden die Gesprächsgebühren.

560 Schilling "vertelefoniert"

Der durchschnittliche Wiener Haushalt gibt pro Monat rund 560 Schilling für das Telefonieren aus, davon fallen im Schnitt 180 Schilling für die Telekom-Grundgebühr und etwa 380 Schilling für die Gesprächsgebühren an. Fast 90 Prozent der Gesprächszeit wird "im Ort" telefoniert, nur eineinhalb Prozent sind Auslandsgespräche, 4 Prozent der Zeit wird mit einem Handy-Nutzer gesprochen. Von den Kosten her ergibt das, daß fast zwei Drittel der Gebühren – im Schnitt 278 Schilling - für Ortsgespräche anfallen.

Bestenfalls 50 Schilling im Monat

Maximal 54 Schilling Ersparnis im Monat, aber auch um 59 Schilling Mehrkosten kann ein "Normal-Telefonierer" haben, wenn er oder sie sich über andere Anbieter als die Telekom ins Netz einwählt. Ausgegangen wurde davon, daß der Telefonkunde bei der Telekom bleibt (und sich die erheblichen Umstellungskosten spart), sich
aber in das Netz der anderen Anbieter einwählt – und seine Telefonate über diese Gesellschaft führt:

Kostenvergleich Telekom – Private
in Schilling (Groschen gerundet)

Der Normaltelefonierer zahlt bei der Telekom 380 Schilling, bei

TeleCom-Infoservice 54 Schilling weniger
TelePassport 43 Schilling weniger
RSL Com 24 Schilling weniger
Multikom 23 Schilling weniger
UTA 20 Schilling weniger
MIT 15 Schilling weniger

Teleforum 17 Schilling mehr
Pegasus 24 Schilling mehr
Tele.ring 23 Schilling mehr
Cybertron 59 Schilling mehr

Am größten wäre mit 99 Schilling die Ersparnis mit dem Wiener Telekabel-Anbieter Priority, der aber erst in einigen Wiener Bezirken angeboten wird.

Wer aber diese Vorteile nützen will, hat viel zu rechnen: Die Tarifstrukturen sind sehr unübersichtlich und undurchschaubar, kritisieren die AK Konsumentenschützer. Einem echten Wettbewerb um die Privatkunden ist das abträglich. Für den Normal-Telefonierer jedenfalls ist es sehr fraglich, ob sich ein Vergleich der komplizierten Tarifzonen, Zeitfenster und Angebote der neuen Privaten auszahlt, wenn am Monatsende vielleicht eine Ersparnis
von 40 Schilling möglich ist.

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