Für eine umweltgerechte Landwirtschaft:

ÖPUL 2000 wird verhandelt

St.Pölten (NLK) - Das österreichische Umweltschutzprogramm ÖPUL 1995 wird in Niederösterreich in hohem Maß angenommen, von jährlich rund 7,5 Milliarden Schilling an Förderungsbeträgen entfielen 1998 rund 2,6 Milliarden Schilling auf niederösterreichische landwirtschaftliche Betriebe, davon waren 541 Millionen Schilling Landesmittel. Rund drei Viertel der landwirtschaftlichen Betriebe Niederösterreichs beteiligen sich mit zumindest einer Maßnahme am derzeitigen ÖPUL, rund 90 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche sind einbezogen. Nachdem das fünfjährige Programm mit Ende 1999 ausläuft, ist nunmehr unter Berücksichtigung der bisherigen Ergebnisse ein neues Programm ÖPUL 2000 für die Förderung einer umweltgerechten, extensiven und den natürlichen Lebensraum schützenden Landwirtschaft zu erstellen. Die Verhandlungen zwischen dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, den betroffenen übrigen Ministerien, den Ländern und den Interessenvertretungen sind derzeit im Gange, in den nächsten Tagen soll ein Programmentwurf der EU-Kommission in Brüssel zur Genehmigung vorgelegt werden.

Konkrete Aussagen über einzelne Maßnahmen des ÖPUL 2000 sowie deren Dotierungen können derzeit also noch nicht gemacht werden. Der finanzielle Rahmen wird jenen des laufenden ÖPUL 1995 entsprechen, und grundsätzlich sollen wieder folgende wesentliche Ziele angestrebt werden:

Beibehaltung bzw. Umsetzung einer umweltgerechten Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen zum Schutz und zur Verbesserung der Umwelt sowie die Erhaltung des natürlichen Lebensraumes

Förderung landwirtschaftlicher Produktionsverfahren zur Verringerung umweltschädigender Auswirkungen der Landwirtschaft

Extensivierung der pflanzlichen und tierischen Produktion

Anreiz für langfristige Stillegung von landwirtschaftlichen Flächen und Pflegemaßnahmen aus Gründen des Umwelt- und Naturschutzes

vorbeugender Grundwasserschutz

Abschließend einige der wichtigsten Maßnahmen des ÖPUL und deren Dotierung in Niederösterreich

Elementarförderung 440 Millionen Schilling
biologische Wirtschaftsweise 195 Millionen Schilling Gesamtbetriebsverzicht (Dünge- und Pflanzenschutzmittel) 79 Millionen Schilling
integrierte Produktion bei Wein 186 Millionen Schilling
Verzicht auf Wachstumsregulatoren 108 Millionen Schilling
Mahd von Steilflächen 96 Millionen Schilling
NÖ Öko-Punkte-Programm 130 Millionen Schilling Fruchtfolgestabilisierung 738 Millionen Schilling Naturschutzrelevante Maßnahmen 50 Millionen Schilling
(Pflege wertvoller Flächen, Flächenstillegungen)

Für Auskünfte stehen die Bezirksbauernkammern, die NÖ Landes-Landwirtschaftskammer und die Abteilung Landwirtschaftsförderung des Amtes der NÖ Landesregierung zur Verfügung.

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