ÖGB-Schmölz: Keine Zweiklassen-Medizin für Senioren

Mehr Mitbestimmungsrechte für Senioren

Wien (ÖGB). Gegen eine Zwei-Klassengesellschaft im
Gesundheitswesen sprach sich heute der Vorsitzende der ÖGB-Pensionisten, Hans Schmölz, aus. Schmölz: "Die Qualität des österreichischen Gesundheitssystems hat sich in der Vergangenheit bewährt und muss auch in Zukunft für ältere Menschen erhalten bleiben". ++++

Die gesundheitliche Absicherung älterer Menschen zur Diskussion zu stellen, sei der erste Schritt zu einer verunsicherten und entsolidarisierten Gesellschaft, so der ÖGB-Pensionisten Vorsitzende. Das Motto "kostenintensive und hochklassige Medizin für Junge und "Billigmedizin" für Alte, sei inhuman und werde von den ÖGB-Pensionisten entschieden abgelehnt.

Neuerlich forderte Schmölz das "volle Mitbestimmungsrecht" der Pensionistenvertreter in politischen Gremien. Die Gruppe der älteren Menschen müsse endlich "politisch wahrgenommen" und daher verstärkt in politische Entscheidungsprozesse einbezogen werden.

Kritik übte Schmölz auch an der rechtlichen Grundlage zur Pensionsberechnung. Schmölz: "Die Anpassung der Pensionen muss
sich an der aktuellen Einkommensentwicklung orientieren." Die Gesetzesgrundlage dafür, müsse rechtzeitig, vor den nächsten Verhandlungen im Herbst, geschaffen werden, so Schmölz.

Zur bevorstehenden Steuerreform unterstrich der Vorsitzende der ÖGB-Pensionisten die ÖGB-Forderung nach einer "kräftigen Entlastung für kleinere und mittlere Einkommen". Zwischen 1988 und 1998 sei das Lohnsteueraufkommen um 81 Prozent gestiegen. Dagegen hat sich das Gewinn- und Vermögenssteueraufkommen nur um 54
Prozent erhöht. Schmölz: "Es muss mehr Gerechtigkeit im Steuersystem geben, Österreich darf sich nicht zum Lohnsteuerstaat entwickeln." (bfm)

ÖGB, 19. Februar 1999 Nr. 78

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