- 18.02.1999, 12:49:03
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Ökologische Althaussanierung die Wohnbau-Zukunft in NÖ
Studie der NÖ Landesakademie als Leitbild
St.Pölten (NLK) - Der ökologische Wohnbau in Niederösterreich
stellt ein enormes Potential dar, vor allem im Bereich der
Althaussanierung. Von der NÖ Landesakademie wurden deshalb in den
vergangenen zwei Jahren in Zusammenarbeit mit Experten aus den
verschiedensten Bereichen zwei Forschungsprojekte durchgeführt, die
sich mit der Ökologie der Althausanierung sowie mit
Planungsgrundsätzen für einen ressourcenschonenden Wohnbau in
Niederösterreich (Faktor 4-Konzept) auseinandersetzen. Die Ergebnisse
wurden heute vormittag im St.Pöltner Landhaus im Rahmen eines
Symposions vorgestellt. Grundsätzlicher Tenor: Aus ökologischen und
ökonomischen Gründen ist eine Schwerpunktverlagerung und Umschichtung
öffentlicher Gelder vom Neubau zur Althaussanierung erstrebenswert.
Vor allem, weil die ökologische Althausanierung erhaltenswerte
Bausubstanz in den Gemeinden und Regionen sichert und somit zur
qualitativen Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität beiträgt,
einen Anreiz zur Nutzung regional verfügbarer Energieträger und
Baustoffe darstellt, den Verbrauch fossiler Energieträger und die
Emissionen reduziert und auch regional Arbeitsplätze schafft. "Unser
Ziel in der Wohnbauförderung in Niederösterreich für die Zukunft muß
es deshalb sein, so viel Neubau wie notwendig, aber so viel Sanierung
wie möglich", meinte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop in
einem Pressegepräch. Trotz vielversprechender Initiativen in diesem
Bereich - Förderungen für ökologische Maßnahmen, für die
Solarenergie, für Wärmepumpen, für den Austausch von alten
Heizkesseln, für Fernwärmeanschlüsse etc. - müsse nun verstärkt das
enorme Potential im Bereich der Althaussanierung genützt werden. "Das
ökologische Einsparungspotential ist auf jeden Fall vorhanden", ist
Umweltlandesrat Mag. Wolfgang Sobotka überzeugt. Dazu brauche es aber
auch öffentliche Anreize, Pilotprojekte und Informationsarbeit von
Landes- bis zur Gemeindeebene sowie bewußtseinsbildende Maßnahmen bei
allen Interessensgruppen. Dabei würde auch Flächenwidmung und
Raumordnung sowie Land- und Regionalentwicklung eine wichtige Rolle
spielen. Sobotka: "Hier liegt ein klares Feld vor uns, das es künftig
verstärkt zu beackern gilt."
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/200/2163
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