Tumpel will klare Obergrenzen für Mieten

Wohnen muß billiger werden - "Ob das dem VP-Parteisekretariat paßt, ist mir egal"

Wien (OTS) - Scharf reagiert AK Präsident Herbert Tumpel auf
die polemischen Anwürfe von VP-Generalsekretärin Rauch-Kallat in der ZIB 3 von Mittwoch abend und eine gleichlautende Aussendungen von VP-Bautensprecher und AK-Kammerrat Walter Schwimmer. Es sei Schwimmers Problem, wenn er seine Funktionen als Bautensprecher
und als Arbeitnehmervertreter nicht unter einen Hut bringt. Er, Tumpel, werde sich jedenfalls für die Mieter einsetzen, "ob das
dem VP-Parteisekretariat und seinem Bautensprecher paßt oder
nicht, ist mir egal." Als AK Präsident lasse er sich jedenfalls nicht von einem Parteisekretariat vorschreiben, wie die AK die Interesse der ArbeitnehmerInnen vertrete.

Tumpel bekräftigt seine aus der gestern, Mittwoch, präsentierten Studie gezogenen Schlußfolgerungen: "Wohnen ist zu teuer - und der Dschungel an Zuschlägen hat für die Mieter unfaire und undurchschaubare Mieten gebracht." Ein Durchschnittsverdiener, der eine Altbauwohnung mieten wolle, müsse rund ein Drittel für die Wohnungskosten aufbringen, und das sei zuviel. Befristete
Wohnungen würden derzeit sogar teurer abgegeben, als unbefristete. Daher fordert Tumpel "klare Obergrenzen" im Mietrecht. ****

Die Äußerungen Schwimmers zeigen, daß er sich möglichweise bei den Wünschen der Hauseigentümer und Hausverwalter auskenne - nicht aber bei den Problemen, die die ArbeitnehmerInnen mit den zu hohen Mieten haben.

Tatsächlich zeigt die Studie:
+ ein Durchschnittsverdiener, der eine Altbauwohnung mieten will, muß mehr als ein Drittel seines Einkommens für die Wohnkosten aufwenden,
+ die Betriebskosten bei in den letzten Jahren vermieteten
Wohnungen betragen nur rund 20 Prozent der Wohnkosten. Allerdings gebe es darin eine Position, die besonders stark gestiegen sei, kritisiert Tumpel: Die Gebühren, die die Hausverwaltungen kassieren, "aber dazu habe ich von Schwimmer noch nichts gehört".

Nur in einem Punkt habe Schwimmer recht: Es entbehre wirklich
jeder Logik, daß befristete Mietverhältnisse im Schnitt um 20 Prozent teurer seien als unbefristete. Aber genau das habe die Studie - sie stammt übrigens von einem renommierten Institut, bei dem auch die Immobilientreuhänder ihre Untersuchungen in Auftrag geben - gezeigt. Damit sei klar, daß die letzte Mietrechtsänderung das Gegenteil von dem bewirkt habe, was versprochen wurde.

Tumpel bekräftigt das Programm der AK für Mieten, die sich die ArbeitnehmerInnen leisten können: Klare Obergrenzen für private Altbaumieten, Senkung des Grundkostenanteils im geförderten
Neubau, Begrenzung der Erhaltungs- und Verbesserungsbeiträge bei genossenschaftswohnungen, Senkung der Maklergebühren.

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