Wirtschaft: Stromnetztarife müssen in den nächsten Jahren sinken!

Teufelsbauer fordert von den EVU auch für Gewerbebetriebe niedrigere Strompreise - Marktzutritt absichern

pwk - Am 19. Februar 1999 startet offiziell die Liberalisierung des Strommarktes in Österreich: In Kundmachungen und Verordnungen legte Wirtschaftsminister Farnleitner etwa die vorläufige Höhe der Durchleitungsgebühren für Strom und den möglichen Beitrag zur Abgeltung von unrentablen Investitionen ("stranded investments")fest. ****

"Anfänglich meldeten die Elektrizitätsunternehmen stranded investments von rund 60 Milliarden Schilling. Dies hätte zu Preisaufschlägen von mehr als 10 Groschen pro Kilowattstunde geführt. Nach heftigen politischen Verhandlungen müssen vorerst nur 0,574 Groschen pro Kwh oder 2,4 Mrd. S an unrentablen Investitionen berücksichtigt werden", freut sich Werner Teufelsbauer, Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer Österreich, über einen "großen Erfolg" zugunsten der Wirtschaft. Zudem geht er davon aus, "daß dieser Preisaufschlag für das Braunkohlekraftwerk Voitsberg aus Marketing- und Wettbewerbsüberlegungen von den Landes-EVU nur in den seltensten Fällen von den anderen zugelassenen Kunden eingehoben wird." Bei allen anderen Kunden ist der Aufschlag für die stranded investments bereits im heutigen Strompreis enthalten und führt zu keiner Verteuerung.

Der Wirtschaftsminister hat am 18. Februar auch die Höhe der Durchleitungsgebühren festgelegt. Diese betragen je nach Netzebene zwischen etwa 10 Groschen (110 kV-Ebene) bis zu mehr als einen Schilling (Niederspannungsebene). Teufelsbauer: "Im Vergleich zum internationalen Niveau der Netzgebühren ist dies immer noch zu hoch. Wir begrüßen aber, daß der Wirtschaftsminister den von uns eingebrachten Gedanken der Produktivitätsabschläge aufgegriffen und umgesetzt hat. Damit konnten die Netztarife um etwa eine Milliarde Schilling gegenüber den Vorstellungen der EVU gesenkt werden." Pro Elekrizitätsunternehmen werden bei der Festlegung der Gebühren nun Abschläge zwischen 3,5 Prozent und 9,8 Prozent verrechnet. Die Wirtschaftskammer wird darauf drängen, daß in den kommenden Jahren mit Hilfe derartiger Abschläge die Netzgebühren kontinuierlich auf internationales Niveau sinken.

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