134 Vergiftungen von Kleinkindern mit Chemikalien im Haushalt

Prammer Insgesamt 224 Vergiftungsfälle mit Chemikalien seit 1994 - 60 Prozent der Vergiftungsopfer sind Kinder unter 6 Jahren

Wien (OTS) - Kleinkinder unter 6 Jahren sind zu 60 Prozent von Vergiftungsfällen mit chemischen Produkten betroffen. 134 Kleinkinder mußten somit seit 1994 wegen Vergiftungen im Krankenhaus behandelt werden. Die Hauptursache: Die sorglose Aufbewahrung von Reinigungs-und Waschmittel. Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer appelliert in diesem Zusammenhang an die Eltern, gefährliche Haushaltsprodukte so aufzubewahren, daß sie für Kinder nicht erreichbar sind.

Seit 1994 sind die Spitalsärzte zur Bekanntgabe von Vergiftungsfällen mit chemischen Produkten verpflichtet. Bisher wurden 224 Vergiftungen gemeldet. Diese Vergiftungen im Haushalt und am Arbeitsplatz sind gefährlich und haben für die Opfer zumeist einen Krankenhausaufenthalt zur Folge. 89 Prozent der Vergiftungsopfer müssen in einem Krankenhaus stationär behandelt werden, bei nur 11 Prozent reicht eine amublante Behandlung aus. Obwohl in den meisten Fällen nach Angaben der behandelnden Ärzte keine bleibenden Schäden zu erwarten sind, kam es in einzelnen Fällen zu schweren Lungenerkrankungen.

Die Vergiftungen durch Haushalts- und Hobbyartikel entstehen durch das Schlucken sowie das Einatmen von Produkten und durch Hautkontakt. Die Vergiftungen werden zu 51 Prozent durch Wasch- und Reinigungsmittel, zu 19 Prozent durch Lampenöle, zu 13 Prozent durch Heimwerkerprodukte und zu 10 Prozent durch Schädlingsbekämpfungsmittel verursacht. Daneben gab es 19 Vergiftungsfälle durch Pflanzenschutzmittel.

Unter 6jährige Kinder sind von Vergiftungen besonders häufig betroffen. 60 Prozent aller seit 1994 gemeldeten Vergiftungen betrafen diese Altersgruppe. "Kleinkinder sind zumeist besonders neugierig und spielen mit allem, was sie in die Hände bekommen. Sie können in diesem Alter noch nicht zwischen gefährlichen und ungefährlichen Produkten unterscheiden. Es ist daher eine ganz wichtige Aufgabe der Eltern, giftige Haushalts- und Hobbyartikel für Kinder unerreichbar aufzubewahren", appellierte Prammer an das Verantwortungsbewußtsein der Eltern.

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