Willkommen im freien Markt: Wiener ÖVP fordert mitteleuropäische Strombörse in Wien

Tschirf für Kooperation zwischen Stadtwerken und EVN

Wien (ÖVP-Klub) Die Einrichtung einer mitteleuropäischen Strombörse am Standort Wien forderte heute Gemeinderat Matthias TSCHIRF, stellvertretender Klubobmann der Wiener ÖVP, einen Tag
vor in Kraft treten des Liberalisierungsfahrplans der EU. "Die österreichischen Energieproduzenten, also auch die Wiener Stadtwerke, müssen sich künftig mehr anstrengen, um im neuen, freien Markt bestehen zu können." TSCHIRF bezeichnete dabei eine mögliche Kooperation zwischen den Stadtwerken und der EVN als "durchaus wünschenswert und realistisch".***

Zur Ausgliederung der Wiener Stadtwerke meinte TSCHIRF: "Es hat lange gedauert und war sehr schwierig die SPÖ davon zu überzeugen, daß diese Ausgliederung notwendig ist, um die Zukunft der Wiener Stadtwerke zu sichern." Die nun erfolgte Ausgliederung sei aber
nur einer der ersten Schritte gewesen, jetzt gehe es darum, die nächsten Ziele vorzugeben. "Die Errichtung einer Strombörse bringt nicht nur Vorteile für den Konsumenten, sondern schafft auch endlich einen hochrangigen Börsestandort in Wien", betonte
TSCHIRF. In Norwegen gibt es schon eine derartige Einrichtung, in Deutschland hat gerade der Kampf zwischen mehreren Städten um den Standort begonnen. "Wien hat hier die einmalige Chance Vorreiter
zu sein und seine geographisch günstige Lage zu nutze", erklärte der ÖVP-Politiker.

An einer Strombörse wird Strom, vergleichbar mit Waren an einer normalen Börse, frei gehandelt. Die Preise werden täglich einige Male neu festgesetzt, was langfristig dazu führt, daß die Preise für den Konsumenten sinken. Profitieren könnten davon vor allem Großunternehmen und Industriekunden, langfristig aber auch Klein-und Mittelbetriebe, sowie kleine Kommunen. "In Norwegen gibt es
eine solche Börse seit 1991, dort zahlt man für den Strom mittlerweile bis zu 60 Prozent weniger als in Österreich", erklärte TSCHIRF.

Utl.: Gang an die Börse ist für die Stadtwerke nicht ausgeschlossen

TSCHIRF sprach sich auch langfristig für den Gang der Wiener Stadtwerke an die Börse aus. Ähnlich wie bei der EVN, könnten 49 % in Streubesitz von Aktionären gelangen, 51 % sollten von der Stadt Wien behalten werden. "Dieser Gang an die Börse würde viel Geld bringen, daß man dann für dringend notwendige Investitionen im Konzern verwenden kann", erklärte TSCHIRF. Bei der EVN habe sich dieses Modell bewährt, TSCHIRF sieht keinerlei Probleme gleiches bei den Wiener Stadtwerken anzuwenden.***

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