Novartis Gruppe in Österreich steigert Umsatz auf 11,5 Mrd. Schilling (+8,8%)

Bereich Gesundheit wächst am stärksten, Personalstand ausgebaut Innovation im Bereich der Life Sciences als Wachstumsmotor für die Zukunft

Wien (OTS) - Mit einem Umsatzwachstum von 8,8 % auf 11,5 Mrd. öS (1997: 10,5 Mrd. öS) hat die Novartis Gruppe in Österreich eindrucksvoll ihre Position als führendes Life Sciences Unternehmen bestätigt. Zudem haben wir durch den erfolgreichen Abschluß des Integrationprozesses und einige strukturelle Verbesserungen unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessert?, kommentiert Mag. Christian Seiwald, Präsident von Novartis Austria, zufrieden das letzte Geschäftsjahr.

Novartis, ein international führender Life Sciences Konzern, ist in Österreich mit neun Unternehmen in den drei Geschäftsfeldern Gesundheit, Agribusiness und Consumer Health (Selbstmedikation und Ernährung) tätig. Der Bereich Gesundheit ist der größte und zeichnet mit 10 Mrd. öS für 87,4 % des Gesamtumsatzes verantwortlich. Der Bereich Agribusiness trug 1,1 Mrd. öS (9,5 %), der Bereich Consumer Health mit 350 Mio. öS (3,1 %) zum Gesamtumsatz der österreichischen Novartis Gruppe bei.

Als "besonders erfreulich" bezeichnete Seiwald den Umstand, daß im letzten Jahr die Zahl der Mitarbeiter um 107 auf insgesamt 2.525 gesteigert werden konnte.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung wuchsen im Vergleich zum Vorjahr um 10,5% auf über eine Millarde öS (exakt 1.050 Mio.) an. Im F&E-Bereich sind bei der Biochemie in Tirol und am Novartis Forschungsinstitut (NFI) in Wien nunmehr 550 Mitarbeiter beschäftigt.

Im selben Zeitraum erhöhte sich die Exportquote von 79 % auf nun 81%, was einem Umsatz von 9,3 Mrd. öS entspricht.

Division Gesundheit wächst um 10,9% auf 10 Mrd. öS

Zum Geschäftsbereich Gesundheit gehören neben dem Novartis Forschungsinstitut (NFI) die operativen Gesellschaften Biochemie, Novartis Pharma und CIBA Vision. Die Biochemie in Kundl ist mit 2.012 Mitarbeitern und einem Umsatz von 8,9 Mrd. öS nicht nur die größte Einzelgesellschaft innerhalb der Gruppe, sondern zugleich auch das größte Pharmaunternehmen Österreichs.

Insgesamt verzeichnete der Bereich eine exzellente Entwicklung und war mit Abstand der erfolgreichste der Novartis Gruppe in Österreich, wozu namentlich die Biochemie maßgeblich beitrug. Der Umsatz der Division Gesundheit konnte um 10,9% von 9 Mrd. öS im Jahr1997 auf 10 Mrd. öS gesteigert werden. Zugleich erhöhte sich die Zahl der in diesem Bereich Beschäftigten um 105 auf insgesamt 2.434 Mitarbeiter.

Division Agribusiness: Agro verliert, Seeds und Animal Health legen kräftig zu

Der Bereich Agribusiness, zu dem die Unternehmen Novartis Agro, Novartis Seeds und Novartis Animal Health gehören, mußte im Vorjahr ein Umsatzminus von 5,4% im Vergleich zu 1997 hinnehmen und schloß mit einem Gesamtumsatz von 1,1 Mrd. öS.

"Dieses Ergebnis ist auf deutliche Umsatzverluste im Pyridate-Geschäft (Maisherbizid) der Novartis Agro zurückzuführen, die auch durch den hervorragenden Geschäftsverlauf mit zweistelligem Umsatzwachstum bei Novartis Seeds und Novartis Animal Health sowie das Inlandswachstum von Agro leider nicht zur Gänze aufgefangen werden konnten", sagte Seiwald. Als Gründe nannte er die weiter rückläufigen Maisanbauflächen in Österreich sowie die deutlich verschärfte Wettbewerbssituation in Westeuropa.

Division Consumer Health: Ernährung + 3%, Consumer Health auf Vorjahresniveau

Zu der im Sommer 1998 neugeschaffenen Division Consumer Health gehören die Unternehmen Novartis Nutrition und die Novartis Consumer Health-Gebro in Fieberbrunn. Der kleinste Bereich der Novartis Gruppe in Österreich erzielte im Vorjahr ein Umsatzwachstum von 1,7% auf 350 Mio. öS.

Zufriedenstellend war die Entwicklung bei Novartis Nutrition, die trotz der schwierigen Rahmenbedingungen am heimischen Lebensmittelmarkt den Umsatz um 3% steigern konnte, während der Bereich Selbstmedikation praktisch auf Vorjahresniveau schloß.

1999: Realisierung des Innovationspotentials soll Wachstumsdynamik sichern

"Mit dem erfolgreichen Aufbau einer High-Perfomance-Organisation und einem attraktiven Produktportfolio haben wir die Weichen gestellt, um in diesem Jahr von der Integrations- in eine dynamische Wachstumsphase einzutreten. Zudem bietet unsere exzellente Forschungspipeline ein enormes Innovationspotential. Dieses gilt es im laufenden Jahr umzusetzen" deshalb haben die Zulassung und Einführung neuer, innovativer Produkte und Verfahren oberste Priorität?, umreißt Seiwald die Strategie für 1999.

Gerade bei den Zulassungen aber ortet Seiwald noch beträchtliche Defizite. "Die Verfahren für neue Produkte dauern überproportional lange und der bürokratische Aufwand ist hoch. Im Pharmabereich kommt noch die Sonderproblematik der Kassenzulassung hinzu", hier haben wir mit mangelnder Transparenz und manchmal nicht nachvollziehbaren Entscheidungen zu kämpfen. "Das kostet unnötig Zeit und Geld, wodurch nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens beeinträchtigt, sondern auch dem Endverbraucher bzw. Patienten innovative Produkte vorenthalten werden", kritisiert er.

"Die Erforschung neuer, innovativer Produkte und Verfahren und die Möglichkeit diese anschließend auch zu vermarkten", so Seiwald weiter, seien "Schlüsselkriterien für die künftige Wettbewerbsfähigkeit Österreichs und die Schaffung neuer Arbeitsplätze."

In diesem Zusammenhang nannte Seiwald auch die Bio- und Gentechnologie, die in Österreich nach wie vor mit Akzeptanzproblemen kämpft. Hier seien alle Beteiligten - von der Industrie über die Wissenschaft bis zur Politik und den diversen Interessengruppen -gefordert, den im letzten Jahr begonnen Dialog fortzuführen. Denn nur über eine sachbezogene Diskussion werde man irrationale Ängste beseitigen und Akzeptanz erreichen können.

Dabei gelte es den Nutzen der Gentechnik stärker als bisher in den Vordergrund zu stellen: etwa bei der Entwicklung neuer Arzneimittel und Therapien für bislang unbehandelbare Krankheiten oder der Züchtung von gleichermaßen ertragreichen wie umweltschonenden Pflanzen.

"Weltweit entsteht mit der Nutzung dieser zukunftsweisenden Schlüsseltechnologie eine neue Industrie, die zusätzliche, hochqualifizierte Arbeitsplätze schafft und wichtige Impulse für die wirtschaftliche Weiterentwicklung liefert. Deshalb bin ich überzeugt, daß sich auch Österreich dieser Technologie nicht auf Dauer verschließen wird", ist Seiwald überzeugt.

Novartis ist ein weltweit führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Life Sciences mit seinem Kerngeschäft in den Bereichen Gesundheit, Agribusiness und Consumer Health (Self-Medication und Nutrition). 1998 betrug der Umsatz 31,7 Milliarden Schweizer Franken; davon entfielen 17,5 Milliarden auf Gesundheit, 8,4 Milliarden auf Agribusiness und 5,8 Milliarden auf Consumer Health. Mehr als 3,6 Milliarden Schweizer Franken werden jährlich in die Forschung und Entwicklung investiert. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz) und beschäftigt rund 85'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 100 Ländern.

Die österreichische Novartis Gruppe ist in allen drei Life Science Kernbereichen mit eigenständigen Unternehmen tätig, beschäftigt über 2.500 MitarbeiterInnen und erzielte 1998 einen Umsatz von 11,5 Milliarden Schilling. Die jährlich in Österreich getätigten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen belaufen sich auf über eine Milliarde Schilling. Der Exportanteil beträgt insgesamt 81 %, wobei das Exportgeschäft insbesondere für die Sektoren Generics (Biochemie GmbH in Tirol), Tiergesundheit und Pflanzenschutz eine zentrale Rolle spielt.

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