AK Wien: Der "Schnäppchen-Nepp"

Viele vermeintliche Sonderangebote werden an der Supermarktkassa zum Normalpreis verrechnet

Wien (OTS) – Die Konsumentenschützer der AK haben in 20 Wiener Supermärkten Sonderangebote eingekauft. Danach haben sie die im Geschäft angegebenen Preise mit dem Kassazettel verglichen. Ergebnis: In jedem dritten Geschäft wurden höhere Preise verrechnet. Insgesamt wurden drei Prozent der vorgeblichen Sonderangebote zum Normalpreis abgerechnet. "Die Leute werden mit Sonderangeboten ins Geschäft gelockt, zahlen dann aber den vollen Preis", kritisiert AK Konsumentenschützer Harald Glatz. "Wenn das systematisch betrieben wird, handelt es sich um unlauteren Wettbewerb". Die AK Wien wird die Supermärkte weiterhin überwachen und notfalls Anzeige erstatten, falls sich die Situation nicht bessert****

Die Konsumentenschützerinnen und Konsumentenschützer der AK Wien waren auf Schnäppchenjagd. In 20 Wiener Supermärkten wurde der Regalpreis von Sonderangeboten mit dem tatsächlich an der Kassa verrechneten Preis verglichen. Auch verbilligte Produkte aus Werbeprospekten wurden eingekauft und überprüft. Ergebnis: In 30 Prozent der Geschäfte wurden höhere Preise verrechnet. Drei Prozent der Sonderangebote waren gar keine, denn sie wurden zum Normalpreis verrechnet. Je nach Produkt wurden zwischen drei und
18 Prozent zuviel verrechnet. Die Supermärkte verdienen sich hier ein schönes Körberlgeld auf Kosten der Konsumenten. Der Kunde oder die Kundin glaubt, ein verbilligtes Produkt zu kaufen, bezahlt
aber den normalen Verkaufspreis. Da es natürlich schwer ist, sich den Preis der Sonderangebote genau zu merken, ist eine nachträgliche Kontrolle des Kassazettels schwierig. Daher wird der "Schnäppchen-Nepp" oft gar nicht bemerkt.

"Wenn Supermärkte das systematisch betreiben, handelt es sich um unlauteren Wettbewerb", stellt der Leiter der Konsumentenschutzabteilung der AK Wien, Harald Glatz, klar. "Wenn Sonderangebote beworben werden, muß der verbilligte Preis auch an der Kassa eingegeben werden". Selbst wenn es sich "nur" um Schlamperei handele, sei der Zustand nicht tragbar. Die AK wird
die Wiener Supermärkte jedenfalls weiterhin überwachen. Den Konsumenten rät die AK, sich den Preis von Sonderangeboten zu notieren und gleich nach dem Zahlen mit dem Kassazettel zu vergleichen.

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