EU-Parlament will zweitausendfach niedere Grenzwerte für Handys und Sendemasten Umweltdachverband ÖGNU: Ausreden der Betreiber greifen nicht mehr

Wien (OTS) - Den heimischen Mobilfunkbetreibern droht ihre liebste Ausrede wirkungslos zu werden. Immer mehr betroffene Anrainer und Wissenschafter fordern eine Absenkung des derzeitigen Grenzwertes für elektromagnetische Felder. Von Betreiberseite wurde das immer wegen des erforderlichen internationalen Gleichklanges abgeschmettert. Heute wird jedoch im Umweltausschuß des Europaparlamentes ein Vorschlag für eine Empfehlung des Rates "Zur Begrenzung der Exposition der Bevölkerung durch elektromagnetische Felder" behandelt.

"Das Europaparlament setzt damit ein wichtiges und überfälliges Zeichen," so Mag. Franz Maier, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes ÖGNU, "Endlich wird die GSM-Problematik politisch thematisiert."

Politische Thematisierung war überfällig

An der derzeitigen Grenzwertpolitik zur Exposition gegenüber z.B. Hochspannungsleitungen, Mobilfunkeinrichtungen, Rundfunk- und Fernsehsendeantennen, Radaranlagen wird kein gutes Haar gelassen. Der Berichterstatter des Parlamentsausschusses, Gianni Tamino, zeigt auf, daß viele wissenschaftlich anerkannte Untersuchungen bei den Grenzwertüberlegungen verschiedener Gremien wie z.B. der ICNIRP, der internationalen Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierende Strahlung und der Kommission der EU keine Berücksichtigung fanden.

Wissenschafter aus Übersee und Europa stellten im Rahmen eines Symposiums der Universität Wien im Oktober 1998 ("Possible biological and health effects of RF electromagnetic fields") fest, daß biologische Effekte im Niedrigdosisbereich erwiesen sind. Informationen dazu im Internet:

http://www.irf.univie.ac.at/emf/

Als wohl schwerwiegendsten Kritikpunkt nennt Gianni Tamino, daß bei der bisherigen Grenzwertfindung das Vorsorgeprinzip des EU-Vertrages mißachtet wurde.

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