Gericht bestätigt: FP-Marchat hat Landtag belogen

Mikl-Leitner sieht Rücktritt als einzig logische Folge

Niederösterreich, 18.2.1999(NÖI) "Jetzt ist es amtlich. Ein Gericht hat bestätigt, daß der freiheitliche Klubobmann den Landtag in Zusammenhang mit dem FPÖ-Skandal rund um Rosenstingl belogen hat. Die einzig logische Konsequenz: Der Rücktritt von Marchat", erklärte heute VP-Landesgeschäftsführerin Mag.
Johanna Mikl-Leitner. ****

Das St.Pöltener Landesgericht hat bestätigt, daß FP-Funktionär Gruber im Dezember 1997 Gratzer und Marchat über die Verstrickungen eines "Präsidiumsmitgliedes" in strafrechtlich relevanten Handlungen (Anm.: Rosenstingl) informiert habe. Laut
dem St.Pöltener Landesgericht gilt somit als erwiesen, daß
Marchat das Gespräch mitverfolgt habe und auch gewußt habe, daß besagtes "Präsidiumsmitglied" nur Rosenstingl sein kann. Im Mai 1998 erklärte Marchat allerdings gegenüber dem Landtag, daß er nicht in Kenntnis gesetzt wurde.

Für die VP-Managerin ist die FPÖ damit nicht nur finanziell sondern auch personell endgültig pleite. "Schimanek, Stadler, Marchat und Co haben sich in einem Sumpf verstrickt, dessen
Tiefe noch immer nicht absehbar ist. Das Kartenhaus aus
Unwahrheiten bricht völlig in sich zusammen", so Mikl-Leitner.

Als unglaublichen Skandal bezeichnet Mikl-Leitner, daß
Marchat nicht nur den Landtag sondern auch die niederösterreichische Bevölkerung vor der Landtgswahl im März 1998 bewußt hintergangen hat. "Die FPÖ hat damit dem Land
enormen Schaden zugefügt. Jetzt müssen die Mitwisser endgültig die Konsequenzen ziehen und ihren Hut nehmen", so Mikl-Leitner.

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