Hintner: Verkehrsprobleme der Südregion sind nur mit Wien zu lösen

Für Zonenbereinigungen und Tarifreform

Niederösterreich, 18.2.1999 (NÖI) "Trotz der Einführung des 15– Minutentaktes der Schnellbahn zwischen Wien und Mödling benötigt das südliche Wiener Umland noch einige wichtige Impulse beim Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel. Ziel muß es sein, noch mehr Pendler als bisher zum 'Umsteigen' auf die 'Öffis' zu bewegen", erklärte der Mödlinger Landtagsabgeordnete Hans Stefan Hintner.****

Die Attraktivierung der öffentlichen Verkehrsmittel kann sich Hintner vor allem durch folgende Maßnahmen vorstellen:
Die Kernzone des VOR um eine Zone auf das südliche Wiener Umland ausdehnen, das heißt ein Fahrschein für die Strecke von Wien nach Mödling. Diesbezügliche Gespräche und Verhandlungen gab es bereits. Der Finanzierungsbedarf hätte mit der Erhöhung um nur einen Schilling auf die Fahrkarten das Auslangen gefunden. Grundsätzliches Überdenken der Zonengrenzen und der sogenannten Überlappungsbereiche. Es ist ganz einfach konsumentenfeindlich, wenn man z.B, von den Gemeinden Wienerwald oder Gaaden zwei Fahrscheine für eine Strecke von ca. 10 Kilometern nach Mödling benötigt und noch einen weiteren Fahrschein nach Wien kaufen muß Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel in den Bereichen:

o Anschlüsse der U6 bzw. U1 nach Niederösterreich, wobei sämtliche Varianten wie U–Bahnverlängerung. Cable–Liner oder Mehrschienenfahrzeuge (Züge, die sich auf verschiedenen Gleissystemen bewegen können) kostenmäßig und verkehrstechnische geprüft werden sollen.
o Schnellverbindung von Mödling auf der Südbahn zum Flughafen Schwechat.
o Der 7 ½ Minutentakt der Badner Bahn von Wien nach Wiener Neudorf bedarf der Aufhebung des Eisenbahngesetzes ab Wien–Meidling. Die "Badner" muß auch ab Meidling wie eine Straßenbahn geführt werden, sonst droht aufgrund der Kreuzungen ein Verkehrschaos. Ziel müßte es weiters sein, die "Badner" weitestgehend "kreuzungsfrei" zu gestalten.
o Die Zubringerbuslinien ausbauen und im Taktverkehr zumindest an die Bahnhöfe der Südbahn heranführen. In diesem Zusammenhang ist es ganz einfach unverständlich, daß vor einigen Monaten die Busverbindung um 7.00 Uhr von Biedermannsdorf in das Industriezentrum gestrichen wurde. Für viele Biedermannsdorfer war das der Hauptbus zu ihren Arbeitsplätzen.

"Angesichts des fast schon täglichen Verkehrsinfarktes im südlichen Wiener Umland sind die Probleme und Herausforderungen nur gemeinsam mit der Bundeshauptstadt zu lösen", so Hintner, der aber in einigen wichtigen Fragen 'Kantönli Geist' ortet. Der Ball zur Umsetzung einer großen Verkehrslösung liegt vor allem bei den Wiener SPÖ–Verantwortlichen, die sich auch ihrer verkehrspolitischen Verantwortung über ihre Landesgrenzen hinweg bewußt sein sollten, so Hintner.
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