Äpfel sind nicht Birnen, VW ist nicht Rolls-Royce Utl: Rieder sagt nur die halbe Wahrheit

Wien (OTS) - Der Präsident der Bundesarchitektenkammer, Peter Scheifinger, wies am Mittwoch die in einer Aussendung des Presse- und Informationsdienstes der Stadt Wien von Stadtrat Rieder kürzlich zum Kaiserin Elisabeth Spital (KES) gemachten Äußerungen zurück.

"Rieder vermischt hier Äpfel mit Birnen. Worum es bei KES geht, ist die Frage der Bestellqualität", sagte Scheifinger. Wohl sei es richtig, daß das Projekt "Operationssaalzubau beim Kaiserin Elisabeth Spital" von einem Finanzrahmen von 210 Millionen Schilling ausgegangen ist, es habe sich dabei aber um eine inhaltlich nicht ausreichend spezifizierte Auslobung gehandelt. Zudem habe sich das Projekt durch Bauherrn- und Nutzerwünsche von der Zielplanung wegentwickelt.

Weder lagen der Ausschreibung stichhaltige Angaben zur Bodenqualität und des Altbaus zugrunde, noch waren Standards für die Medizintechnik (die bei derartigen Bauvorhaben bis zu 60% ausmachen kann) ausreichend definiert. Im Zuge der Projektentwicklung wurden vom Bauherrn und den Nutzern Wünsche zur Hebung des Haustechnik- und Einrichtungsstandards eingebracht, die eine Vergrößerung der Baukubaturen erforderlich machte.

"Ein verantwortlicher Besteller kann nicht erwarten, einen Rolls-Royce zum Preis eines VW zu bekommen", sagte Scheifinger.

Er bezog sich in diesem Zusammenhang nocheinmal auf das Urteil der Wettbewerbsjury unter dem Vorsitz von Architekt Eisenköck, die die hinsichtlich gestalterischem Niveau und Funktionalität hervorragende Qualität des Entwurfes der Architekten Fasch & Fuchs hervorhob.

Abschließend verwies Scheifinger auf ein Gespräch mit Stadtrat Rieder Anfang Februar, in dem sich der Stadtrat deutlich zu Architekturqualität im Spitalsbau und auch zum Entwurf von Fasch & Fuchs bekannte und seine Beamten aufforderte, alle Möglichkeiten der Realisierung des vorgelgten Projekts auszuschöpfen.

Rückfraghinweis:Paul Vecsei

Bundesarchitektenkammer
TEl.: 01-505 43 00

Hans Staudinger
Architektenkammer für Wien, Niederösterreich und Burgenland

Tel.:1-505 17 81-18

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