Altlast Fischer-Deponie: Wieder Fässer geborgen

Seit einigen Tagen Bohrgerät mit 1,5 m Durchmesser im Einsatz

St.Pölten (NLK) - Bei Probebohrungen in der Fischer-Deponie in Theresienfeld (Bezirk Wiener Neustadt), die etwa 780 Meter lang, zirka 100 Meter breit und bis zu 22 Meter tief ist, wird in den nächsten Wochen wieder die Suche nach Fässern mit giftigen Inhalt auf der Tagesordnung stehen. Für diese Grabarbeiten wird unter anderem ein Gerät mit einer Bohrweite von 1,5 Metern Durchmesser für Sondierungen eingesetzt, die bis zu 35 Meter Tiefe reichen. Schon beim ersten Einsatz der Arbeiten, die seit dem 11. Februar laufen, wurden acht Fässer geborgen, berichtete heute der Deponie-Koordinator und Bezirkshauptmann-Stellvertreter Dr. Heinz Zimper. Aus diesen Fässern waren Lacke und Lösungsmittel bereits ausgeronnen, und der Schotter in der Umgebung war verunreinigt. Dennoch besteht keine Gefahr für das Grundwasser, weil die etwas weiter nördlich befindliche Sperrbrunnenanlage des Bundesministeriums für Umwelt die Verunreinigung aus der Deponie ständig auffängt. Mit diesem und den kleineren Geräten sollen fünf Bohrungen und zahlreiche kleinere "Erkundigungen" erschlossen werden.

Damit wird jetzt endgültig der zweite Anlauf zur Beseitigung der Altlast begonnen. Mit der ersten Räumung wurde 1992 bis 1994 in drei Segmenten und nach einem genauen Zeitplan vorgegangen und der geborgene Müll in verschiedenen Deponien entsorgt oder als giftig verbrannt. Dann hob der Verwaltungsgerichtshof jedoch den Bescheid wieder auf. Nach den üblichen Fristen entschied das Landwirtschaftsministerium aber diesmal nach einem anderen Muster:
Nicht nach in Metern bestimmten Segmenten, sondern in Tonnagen wird geräumt, und zwar die ganze Altlast und nicht zuerst der Westteil. Wiederum mußte dem früheren Deponiebetreiber aufgrund der gesetzlichen Vorschriften die üblichen Fristen eingeräumt werden. Diese läuft bis zum 30. Juni für die ersten 120.000 Tonnen Abfälle, wobei der frühere Deponiebetreiber noch eine Nachfrist erhalten muß. Auch die Vorbereitungen der Räumung werden noch einige Monate dauern. Anfangs 2000 werden aber die ersten Lkw fahren, und bis Ende 2002 wird die Deponie geräumt.

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