Meischberger vor Freispruch durch Parteischiedsgericht

- FP-Schiedsrichter Josseck läßt im NEWS-Interview Ausgang des Verfahrens durchblicken - Meischberger im NEWS-Interview: "Ich werde alles, was das Schiedsgericht sagt, akzeptieren." - Vorausmeldung zu NEWS Nr. 7/18.2.99

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, zeichnet sich ein Freispruch Walter Meischbergers durch das FP-Parteischiedsgericht ab. Helmut Josseck, Vorsitzender des FP-Schiedsgerichts, das bis Ende Februar über das Schicksal Walter Meischbergers entscheiden will, läßt im NEWS-Gespräch bereits jetzt seine Vorlieben durchblicken. Im OGH-Spruch, in dem Meischberger Anstiftung zur Steuerhinterziehung angelastet wird, hält Josseck nichts: "Es gibt sehr viel Krauses in der Begründung des Schuldspruches. Mir als ehemaligem Steuerberater stellen sich in dieser Geschichte die Haare auf. Für mich liegt der Verdacht nahe, daß Meischberger nur deshalb verurteilt wurde, weil er FPÖ-Abgeordneter ist." Meischberger hätte höchstens mit einer kleinen Rüge zu rechnen. Josseck in entwaffnender Ehrlichkeit gegenüber NEWS:
"Irgendetwas muß vom Schiedsgericht wohl hängenbleiben, da sonst die Optik nicht wirklich gut wäre."

Meischberger seinerseits kündigt im NEWS-Interview an, den Spruch des Schiedsgerichts in jedem Fall zu akzeptieren. Entgegen früherer Ankündigungen, bei einer Verurteilung eventuell auch als wilder Abgeordneter im Parlament zu bleiben, sagt Meischberger nun: "Ich habe keine Lust als wilder Abgeordneter im Parlament zu sitzen. Ich glaube aber ohnehin nicht, daß es soweit kommen wird." In seiner Partei hätte ein Umdenken eingesetzt. Meischberger: "Meine Parteifreunde haben sich in den vergangenen Wochen intensiv mit meinem Fall beschäftigt und sind nun auch der Meinung, daß mir Unrecht zuteil wurde." Es verbleibe nur eine "unbedeutende Randgruppe in der FPÖ, die sich einbildet, alte Rechnungen mit mir begleichen zu müssen".

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