Kalkulationsbasis für Treibstoffpreise kann sich nur bei liberaleren Rahmenbedingungen ändern Sozialpartner zu Verhandlungen aufgefordert Fehlerhafte Studie keine Basis zur Beurteilung in Österreich

Wien (OTS) - Auch die Mineralölwirtschaft würde den Konsumenten gerne niedrigere Treibstoffpreise anbieten, stellte der Fachverband der Erdölindustrie nach der heutigen Präsentation der leider fehlerhaften Studie zum Treibstoffmarkt in Österreich fest. Neben der Tatsache einer beinahe 70-prozentigen Steuerlast seien die speziellen Einschränkungen im Tankstellengeschäft für die höheren Nettopreise in Österreich verantwortlich.

Die von der AK geforderte Senkung der Treibstoffpreise um bis zu 60 Groschen je Liter würde bei einem derzeitigen Gewinn von 10-15 Groschen je Liter bedeuten, daß die Mineralölfirmen Verluste machen würden. Deshalb habe der Fachverband der Erdölindustrie die Sozialpartner aufgefordert, über eine Liberalisierung der Rahmenbedingungen, wie sie in Westeuropa üblich sind, zu diskutieren.

Dazu gehören anhand der Vergleiche mit anderen Märkten besonders:

  • eine Aufhebung der Flächenrestriktionen im Shop-Bereich von derzeit 80 m2
  • keine Restriktionen bei Artikelsortiment im Shop-Bereich
  • keine Restriktionen bei Verkaufszeiten
  • keine Restriktionen im Tabakwarenverkauf
  • gleiche Spielregeln für alle Marktteilnehmer bei Umweltschutzmaßnahmen z.B. Gasrückführung
  • gleiche Auflagen für alle Marktteilnehmer bei der Errichtung und dem Betrieb von öffentlichen Tankstellen z.B. Schleppradien.

Erst wenn es die gleichen liberalen Rahmenbedingungen wie im übrigen Westeuropa gibt, werde es möglich sein, weitere Deckungsbeiträge für die Mineralölwirtschaft und den Tankstellenstationär zu erarbeiten, um damit die Kalkulation der Treibstoffpreise in Österreich zu ändern.

Unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen seien die Treibstoffpreise in Österreich seriös und fair kalkuliert; "Für die Mineralölindustrie besteht keinerlei Möglichkeit einen politischen Treibstoffpreis zu gestalten", stellte der Vorsteher des Fachverbandes der Erdölindustrie, Dr. Richard Schenz, fest.

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