Österreich forciert Kooperationen mit Entwicklungsländern

Außenministerium und Wirtschaftskammer Österreich stellen neues Förderprogramm für Klein- und Mittelbetriebe vor

Wien (PWK) - Staatssekretärin Benita Ferrero-Waldner und WKÖ-Vizepräsidentin Ingrid Tichy-Schreder präsentierten heute, Mittwoch, im Haus der Wirtschaft ein neues Fördermodell für private Wirtschaftspartnerschaften zwischen Unternehmen in Österreich und in Entwicklungsländern. "Ziel der Initiative ist es, langfristige privatwirtschaftliche Kooperationen vor allem zwischen Klein- und Mittelbetrieben zu fördern, da dies sowohl in der österreichischen als auch in der internationalen Entwicklungspolitik immer wichtiger wird", erklärte Ferrero-Waldner. ****

Tichy-Schreder betonte, daß die Wirtschaftskammer Österreich gerne zur Zusammenarbeit mit dem Außenministerium - im konkreten mit der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit - für die Entwicklung des Förderprogrammes bereit war, "denn letztlich bedarf der notwendige Transfer von Technologie, Information, Kapital und Know-how ja der Initiative unternehmerisch orientierter Menschen. Die Förderung solcher privater Wirtschaftsbeziehungen entspricht sowohl den österreichischen Interessen, wie auch den Bedürfnissen des jeweiligen Entwicklungslandes".

Dabei ist die Situation der Volkswirtschaften in Entwicklungsstaaten durchaus differenziert zu sehen. Wie jüngste ökonomische Daten zeigen, gibt es beispielsweise im südlichen Afrika einige sogenannte "Entwicklungsländer", bei denen der Wirtschaftstrend aber ausgesprochen positiv ist, bemerkte Tichy-Schreder.

"In der statistischen Zusammenfassung unserer Exporte in die Entwicklungsländer ist ersichtlich, daß hier noch ein großes Potential für die österreichische Wirtschaft gegeben ist", erklärte Walter Mayr, Leiter des Referats für Entwicklungszusammenarbeit in der Außenwirtschaftsorganisation der WKÖ. Dieses neue Förderprogramm sei daher eine exzellente Ergänzung der Bemühungen der Außenwirtschaftsorganisation, die Zusammenarbeit der österreichischen Unternehmen mit Entwicklungsländern zu vertiefen.

"Österreichs Exporte in Entwicklungsländer dieses Programmes machen etwa 5 Prozent der weltweiten Exporte aus und betrugen 1997 35,25 Mrd Schilling", berichtet Mayr. 1995 betrugen diese Lieferungen noch 24,6 Mrd Schilling und hatten 4,2 Prozent Anteil an den österreichischen Gesamtexporten, woraus die steigende wirtschaftliche Bedeutung dieser Länder abzulesen ist. Am regsten hat sich der Handel mit asiatischen Entwicklungsländern des Programmes entwickelt. Die heimischen Exporte dorthin betrugen 1997 27,1 Mrd Schilling, gefolgt von Afrika mit 6,3 Mrd sowie Mittel- und Südamerika mit 1,7 Mrd Schilling.

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