Regierung wird in Sachen Jahr-2000 aktiv

Der Verband der österreichischen Softwareindustrie begrüßt die "Erinnerung des Kanzlers" an seine Kollegen

Wien (OTS) - Seit Jahren kritisieren besorgte EDV-Spezialisten die Haltung der österreichischen Bundesregierung in Sachen Millenniums-bug. Im Gegensatz zu anderen zivilisierten Ländern hat Österreich bis heute keinen Jahr-2000-Beauftragten. Der Verband der österreichischen Software Industrie (VÖSI) macht sich seit Jahren Sorgen um die Wettbewerbsfähigkeit und Rechtssicherheit Österreichs:
Die Jahr-2000-Problematik wird österreichweit unterschätzt und die Regierung sorgt zwar in ihren eigenen Dienststellen für einen einigermaßen reibungslosen Ablauf der nächsten Silvesternacht, aber die österreichische Wirtschaft mit ihren Jahr-2000-Problemen im Regen stehen läßt.

Der Ministerrat nahm am 16. Februar 99 den Bericht des Kanzlers zur Kenntnis in dem es um die Jahr-2000-Fähigkeit im Bereich des Bundes geht: Bis zum Anfang März sollen die Bundesdienststellen Tests durchgeführt haben, die die Jahr-2000-Fähigkeit feststellen sollen. Kanzler Sprecher David Mock wies am Dienstag Vorwürfe zurück, wonach die Regierung erst jetzt bemerkt, daß dieses Problem auf sie zukommt:
"Das ist keine späte Aufforderung, sondern lediglich eine Erinnerung". Über die Koordination der Maßnahmen in Bezug auf das 2YK-Problem im Bereich der österreichischen Wirtschaft wurde nicht ein Wort verloren, obwohl der Verband der österreichischen Softwareindustrie seit Jahren auf die Dringlichkeit des Problems bei Klein- und Mittelbetrieben hinweist.

"Die Probleme die spätestens um den Jahreswechsel 99/2000 auftreten werden, können bereits jetzt der österreichischen Wirtschaft großen Schaden zufügen. Denn schon heute bereiten sich US-amerikanische Firmen auf enorme Schadenersatzprozesse vor, Versicherungen passen ihre Bedingungen dem Stand der Jahr-2000-Projekte an. Österreich und Deutschland rangieren in internationalen Rankings, was ihre Jahr-2000-Fähigkeit anlangt, gemeinsam mit Drittweltländern unter "ferner liefen", erklärt Prof. Ing. Peter Kotauczek, Vorstand des VÖSI.

Wer jetzt noch zuwartet und glaubt, daß das Jahr-2000-Problem ihn nichts angeht, wird nicht erst am 1. Jänner 2000 auf unliebsame Überraschungen stoßen. Für alle, die sich noch schnell fit machen wollen, hat der des Verband der österreichischen Softwareindustrie im Internet (http://www.voesi.or.at/) eine Checkliste erstellt. Mit deren Hilfe kann man sich einen ersten Eindruck über den Umfang der vor einem liegenden Aufgabe machen.

Prof. Ing. Peter Kotauczek: "Der Verband der österreichischen Softwareindustrie fordert die österreichische Bundesregierung auf, sich ehebaldigst der Probleme und Risiken für die österreichische Wirtschaft bewußt zu werden und dementsprechend zu handeln: Mit einer kompetenten Koordinierungsstelle und einem Maßnahmenpaket das auch die Klein- und Mittelbetriebe Jahr -2000-fit macht."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Dagmar B. Gordon
Tel.: 01/216 06 43 (Presseabteilung)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS