LR Bauer: Erster Krankenanstaltenverbund Korneuburg-Stockerau vor Gründung

Neue Strukturen im NÖ Krankenhauswesen nehmen Gestalt an

St. Pölten, (SPI) - Die neuen Strukturen im NÖ Gesundheitswesen, die von Gesundheitslandesrat Dr. Hannes Bauer in enger Zusammenarbeit mit den Regionen, den Spitalserhaltern, den Spitälern und der Raumordnung in den letzten Monaten erarbeitet wurden, nehmen nun Gestalt an. Morgen Donnerstag findet die Vertragsunterzeichnung der Gründung des ersten Krankenanstaltenverbundes in Niederösterreich - nämlich des Verbundes der Krankenhäuser Korneuburg und Stockerau - statt. Im Verbund Korneuburg-Stockerau wird für jede Fachrichtung nur ein Primat bestellt, in Stockerau liegt die Verantwortlichkeit für Innere Medizin und Urologie, Korneuburg zeichnet für die Allgemeinchirurgie, die Unfallchirurgie, Anästhesie, Frauenheilkunde und Geburtsmedizin verantwortlich. In den Bereichen Versorgung, Technik, Verwaltung und Logistik werden engste Kooperationen, wenn sie wirtschaftlich sinnvoll sind, eingeleitet.****

NÖ wird künftighin in 5 Versorgungsregionen nämlich Waldviertel, Weinviertel, Industrieviertel und Mostviertel sowie den Zentralraum aufgeteilt. Ziel ist, daß jeder Patient in seiner Heimatregion bei höchsten Qualitätsstandarts medizinisch umfassend versorgt werden kann. In jeder Region übernimmt ein Krankenhaus die Schwerpunktfunktion, manche KH übernehmen über die Grundversorgungsfunktion hinaus eine Leitfunktion. "Innerhalb der Regionen wird es Kooperationen zwischen den einzelnen Spitälern geben. Neben einer wirtschaftlichen Kooperation besteht nun die Möglichkeit, sich zwecks besserer medizinischer Versorgung der Patienten zu einem Krankenanstaltenverbund oder -verband zusammenzuschließen", freut sich Gesundheitslandesrat Dr. Hannes Bauer über die erste erfolgreiche Finalisierung eines Krankenanstaltenverbundes in Niederösterreich. "Der Krankenanstaltenverbund Stockerau-Korneuburg wird morgen unterzeichnet, am Kooperationsvertrag zwischen den Krankenanstalten Baden und Mödling wird noch gefeilt, der Vertrag über einen Krankenanstaltenverband Horn-Eggenburg-Allentsteig soll im März vorliegen. Die Gespräche über eine Kooperation der Krankenhäuser Wiener Neustadt, Neunkirchen und Grimmenstein werden ebenfalls geführt. Diese Form einer Zusammenarbeit von Krankenanstalten im medizinischen und wirtschaftlichen Bereich ist für Österreich einmalig", informiert Bauer.

In der Gesundheitspolitik arbeitet Landesrat Bauer bereits wieder am nächsten Quantensprung. Neben einer verstärkten Kooperation innerhalb Niederösterreichs soll in Zukunft im Rahmen einer Gesundheitsplattform Ostregion eine intensive Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich, Wien und Burgenland erfolgen. Wiens Gesundheitsstadtrat Rieder und die Landesräte Prets (Burgenland) und Bauer haben auch die Weichen für einen gemeinsamen Arbeitskreis gestellt, der fachspezifisch jene Bereiche herausarbeiten soll, wo eine Koordination im Krankenhausbereich zwischen den 3 Bundesländern auch künftighin notwendig sein wird. "Jedes Bundesland soll grundsätzlich seine Patienten selbst versorgen, es gibt aber Spitzenbereiche der Medizin, wie die Bereiche Transplantationsmedizin, Kinder-Onkologie, Kinder-Chirurgie, multi-resistente Tuberkuloseformen bzw. hochinfektiöse hämorrhagische Fieber, wo eine gemeinsame Vorgangsweise im Sinne der medizinischen Qualität und einer ökonomischen Umgangsweise mit den Finanzen sinnvoll ist", so Landesrat Bauer.

"Bezüglich unserer intensivierten Zusammenarbeit erwarten wir uns auch eine bessere Durchsetzung unserer Interessen gegenüber dem Bund. Ein gemeinsames Auftreten der "Osteregion" beim ÖKAP (Österreichischen Krankenanstaltenplan), bei der Durchsetzung neuer Investitionen und bei der Verteilung von Bundesmitteln zum Betrieb der Krankenhäuser sollte allen drei Bundesländern zum Vorteil gereichen", so Bauer abschließend.
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