Gewerkschaft KMfB: Kino-Lohnsklaven? Kino-KV-Verhandlungen abgebrochen!

Wien (KMfB/ÖGB). Obwohl der Tariflohnindex im letzten Quartal 1998 bei 2,3 Prozent und die Inflationsrate bei 0,7 Prozent lagen, war den Kino-Unternehmern die Forderung nach einer Erhöhung um 3,5 Prozent der KV-Löhne der Kinoarbeiter viel zu hoch: Zuerst konnte sich die Unternehmer-Seite eine Anpassung an die Gehälter der Angestellten durchaus vorstellen, in der gestrigen
Verhandlungsrunde machten sie jedoch einen Rückzieher, kritisierte die Gewerkschaft Kunst, Medien, freie Berufe (KMfB).++++

Auch ein Nachgeben der Gewerkschaft und Reduzierung auf zwei
Prozent Lohnerhöhung akzeptierte die Dienstgeberseite nicht, sondern verlangte zusätzlich die Halbierung der Abgeltung für Nachtüberstunden der Kinoarbeiter. Weitere Vorschläge der Gewerkschaft, z.B. die ersten zehn Minuten der begonnenen Nachtüberstunden überhaupt nicht berechnen zu wollen, wurden vom Fachgruppenvorsitzenden Dörfler nicht einmal in Betracht gezogen.

"Bei einem Stundenlohn der Kinoarbeiter von 65 Schilling liegt der Verdacht nahe, daß die Kinounternehmer in Zukunft nur noch Lohnsklaven beschäftigen wollen!", sagte Ernst Körmer, Vorsitzender der Gewerkschaft Kunst, Medien, freie Berufe.

ÖGB, 16. Februar 1999 Nr. 72

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