Prammer: Doppelte Preisauszeichnung für KonsumentInnen wichtig

Euro-Währungsangabengesetz (EWAG) passiert Minsiterrat - doppelte Preisauszeichnung ab 1. Oktober 2001.

Wien (OTS) - Für die KonsumentInnen in Österreich ist die doppelte Preisauszeichnung bei Einführung des Euro sehr wichtig, betont Konsumentschutzministerin Barbara Prammer. Laut einer im Dezember 1998 von der Euro-Initiative durchgeführten repräsentativen Umfrage steht der Wunsch nach mehr Informationen über die doppelte Preisauszeichnung an erster Stelle. 57 % der Befragten wünschen sich mehr Informationen über die doppelte Preisauszeichhnung, gefolgt von Informationen über die Kontoführung (56 %) und über Gehälter und Pensionen (50 %).

Das Gesetz zur doppelten Preisauszeichnung (EWAG) hat heute den Ministerrat passiert. Damit ist sichergestellt, daß den Wünschen der KonsumentInnen Rechnung getragen wird und die Unternehmen in der Zeit der Währungsumstellung zwischen 1. Oktober 2001 und dem Ende der Doppelwährungsphase längstens bis 30. Juni 2002 die Preise in Euro und Schilling angeben müssen. Das betrifft sowohl die Preisauszeichnung im Geschäft als auch Werbeaussendungen oder Kostenvoranschläge. "Damit ist gewährleistet, daß sich die KonsumentInnen an die neue Währung gewöhnen und die neuen Preise kontrollieren können", stellt Prammer fest.

In Österreich herrscht derzeit eine breite Zustimmung zum Euro. Nach einer kürzlich durchgeführten Umfrage halten 65 % der Befragten die Einführung des Euro für sinnvoll, vor 18 Monaten waren es nur 38 %. Zu dieser positiven Entwicklung hat nicht zuletzt der Beschluß der Bundesregierung zur gesetzlichen Regelung der doppelten Preisauszeichnung bei Einführung des Euro beigetragen. Neben Österreich plant Finnland ein Gesetz zur doppelten Preisauszeichnung, betont Prammer.

Für die Menschen muß die Umstellung auf den Euro möglichst problemlos erfolgen. Bei der Verhandlung des Gesetzes wurde daher besonders sorgfältig auf praxisnahe Lösungen geachtet. Deshalb ist es beispielsweise auch wichtig, daß auf Kassenbons auch die Retourgeldbeträge in beiden Währungseinheiten ausgewiesen werden, um eine umkomplizierte Abwicklung an den Supermarktkassen zu ermöglichen.

Die EU hat allen Mitgliedsstaaten die Einrichtung von Euro-Beobachtungsstellen empfohlen. Im österreichischen Gesetz ist daher eine eigene Kommission (Euro-Preis-Kommission) für mögliche Streitfälle und Beschwerden eingerichet. "Mit der Einrichtung der Euro-Preis-Kommission ist gewährleistet, daß die KonsumentInnen bei Problemen zu ihrem Recht kommen", so Prammer abschließend.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

BM für FrauenAngelegenheiten und
Verbraucherschutz, Robert Wier
Tel.: 01/711 72/4621

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MFR/OTS