Außenhandel mit Griechenland entwickelt sich zögerlich

Griechischer Staatspräsident Stephanopoulos trifft mit WKÖ-Präsident Maderthaner zusammen

Wien (PWK) - Der bilaterale Außenhandel zwischen Österreich und Griechenland ist zwar leicht im Steigen begriffen, insgesamt gesehen ist er zwischen EU-Partnerländern allerdings noch zu gering. Aus diesem Grund veranstaltete die Wirtschaftskammer Österreich heute, Dienstag, ein Österreichisch-Griechisches Wirtschaftsforum, bei dem WKÖ-Präsident Maderthaner den griechischen Staatspräsidenten Constantinos Stephanopoulos an der Spitze einer griechischen Wirtschaftsdelegation im Haus der Wirtschaft begrüßen konnte. ****

Dieses Treffen sowie die Teilnahme von hochkarätigen Referenten an dem Wirtschaftsforum zeigen, daß beide Länder sehr am Ausbau und der Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen interessiert sind. So berichtete der griechische Vizeminister für Nationale Wirtschaft, Alexandros Baltas, über Griechenlands Drehscheibenfunktion für den Balkan sowie erläuterte Österreichs Handelsdelegierter in Athen, Wilhelm Galathovics, die speziellen Chancen und Probleme der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen vor gut 100 österreichischen Unternehmen. Ebenso wurde vom Präsident der Athen Olympia 2004 AG, Stratis Stratigis, erstmals in Österreich das Konzept zur Olympiade 2004 in Athen vorgestellt.

Die Ausfuhren Österreichs nach Griechenland stiegen in den ersten drei Quartalen 1998 um 4,7 Prozent auf rund 2,5 Mrd Schilling an. Galathovics rechnet mit einem Jahresergebnis, das deutlich über der 3 Mrd Schilling-Grenze liegen wird. Mit einem Jahresvolumen von etwa 360 Mio Schilling sind Papier und Pappe die größte Einzelposition und gleichzeitig jenes österreichische Exportprodukt, das in Griechenland den höchsten Marktanteil hat. Weitere wichtige Ausfuhrwaren sind Bekleidung, chemische Erzeugnisse, Straßenfahrzeuge sowie Arbeitsmaschinen. "Der Anteil Österreichs Ausfuhren an den griechischen Gesamtimporten liegt jedoch noch unter dem vergleichbarer anderer EU-Länder", erklärte Galathovics.

Die Außenhandelsstelle in Athen hat eine Untersuchung angestellt, welche die österreichischen Exporte weltweit jenen nach Griechenland gegenüberstellt. "Daraus läßt sich klar erkennen, daß bei einer Reihe von Exportpositionen Produkte österreichischer Provenienz in Griechenland deutlich unterrepräsentiert sind, obwohl sie zu Österreichs klassischer Exportpalette zählen", berichtete Galathovics. Als Beispiele führte der Handelsdelegierte vor allem Eisen und Stahl, chemische Erzeugnisse, Molkereiprodukte sowie elektrische Maschinen und Geräte an und lud österreichische Firmen ein, ihre Produkte an der Außenhandelsstelle in Athen vor potentiellen griechischen Geschäftspartnern zu präsentieren.

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