Helmut Weihsmann stellt Bauen unterm Hakenkreuz vor

Nationalsozialistische Projekte und Architektur 1938 - 1945

St.Pölten (NLK) - Der Wiener Architekturhistoriker Dipl.Ing.
Helmut Weihsmann gab ein umfangreiches Standardwerk über "Bauen unterm Hakenkreuz. Architektur des Untergangs" im Wiener Promedia-Verlag heraus, das 1.168 Seiten umfaßt und zum Preis von 720 Schilling erhältlich ist. Das Werk wird am Freitag, 19. Februar, um 19.30 Uhr im Stadtmuseum Wiener Neustadt vorgestellt. Dabei geht der Autor vor allem auf die Projekte und Bauten in Wiener Neustadt ein. Das Werk ist zudem bei einem Stand der Buchhandlung Hikade im Stadtmuseum erhältlich.

Der Autor forschte über mehrere Jahre bei Archiv-Recherchen nach den Originalquellen und machte zahlreiche Ortsbegehungen in Österreich, Deutschland und den damals besetzten Gebieten. Das Buch wurde vor kurzem auch von 22 deutschen Juroren der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" zu den "Top ten" aller Sachbücher des Jahres 1998 gewählt. Der gutbebilderte Stadt- und Architekturführer, der bautypologisch und topographisch insgesamt 200 Standorte im damaligen "Großdeutschen Reich" anführt, umfaßt nicht nur die bekannten Bauten in Berlin, Nürnberg und München, sondern alle Arten von profanen und gewerblichen Gebäuden. Besonderes Augenmerk wurde dabei Wiener Neustadt geschenkt, jenem Rüstungszentrum, das im Zweiten Weltkrieg die meistzerstörte Stadt Österreichs war. Vor allem sind es Nutzbauten der Kriegsrüstung, der Luftwaffe, die Fabriken und Wehrbauten sowie militärische Einrichtungen, aber auch die "Gefolgschaftssiedlungen", die etwa in Wiener Neustadt zwischen 1938 und 1945 entstanden sind. Der Autor versäumt zudem nicht, den Zusammenhang von Planungswahn, Selbstzerstörung und Vernichtung zu betonen, der seinen Endpunkt in der leistungsstarken, aber inhumanen Rüstungsindustrie fand.

(Weihsmann, Helmut: "Bauen unterm Hakenkreuz. Architektur des Untergangs". Wien, Promedia Verlag 1998. 720 Schilling.)

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