Wiener Landtag beschließt "Rassendiskriminierung" im Tierschutz?

Wien (OTS) - Morgen, Dienstag, dem 16. Februar 1999 soll der
Wiener Landtag der 15 a B-VG-Vereinbarung für den Schutz von Tieren im allgemeinen und im außerlandwirtschaftlichen Bereich zustimmen. Auslegungssache der Länder ist es, ob Tiere gehegt oder gepflegt, oder "ausgenutzt" werden.

DI Renate Mayer, Landwirtschaftsreferat, THWA: "Die 15 a B-VG Vereinbarung bedeutet Diskriminierung der Tiere in Abhängigkeit von Landesgrenzen." Sie legt nur Mindeststandards fest und die Umsetzung in Gesetze bedeutet einen 9-fachen finanziellen Aufwand."

Tiere werden nicht in den Verfassungsrang erhoben und können daher nach wie vor als Objekte in der Rechtsauslegung behandelt werden. Der Tierquälerei bleibt Tür und Tor geöffnet, sei es in der Jagdausübung, bei Qualzüchtungen in der Heimtierhaltung und im Nutztierbereich oder durch tierquälerische Haltungssysteme (z.B. Legehühnerbatterien).

Christian Janatsch, Präsident des THWA: "Die 15 a Vereinbarung ist widersinnig, denn "Tierzucht nach Aggressivität soll unterbunden werden. Fest steht jedoch , daß aggressive Tiere zu solchen "Kampfmaschinen" erzogen werden."

Das Tierhilfswerk Austria fordert mit Nachdruck auch von Wien das Bekenntnis zu einem Bundestierschutzgesetz. Haben doch über 11 % der WienerInnen 1996 für ein Bundestierschutzgesetz gestimmt.

Auftrag des THWA an die Politiker:

*Tiere sind Lebewesen mit Gefühlen, auf artgerechte
Bedürfnisse muß in vollem Umfang Rücksicht genommen werden, unabhängig von Landesgrenzen.

* Politiker sollen Verantwortung tragen, für die Gleichbehandlung und für mehr Lebensqualität der Tiere in Österreich.

*Der demokratischen Forderung nach einem
Bundestierschutzgesetz soll nach jahrelangen Verhandlungen endlich Rechnung getragen werden.

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