"Man müßte die Sozialversicherungen abschaffen"

Liberaler Quereinsteiger präsentiert radikale Reformvorschläge für das östereichische Gesundheitssystem.

Wien (OTS) - Abschaffen der Sozialversicherungen, Bündeln der gesamten Finanzierung des Gesundheitssystems an einer Stelle, demokratische Kontrolle der medizinischen Leistungen: Mit solchen radikalen Vorschlägen will der Harvard-Professor, Unternehmensberater und künftige Liberale Nationalratsabgeordnete Christian Köck das österreichische Gesundheitssystem sanieren. ****

"Die vordringlichste Maßnahme muß sein, die Finanzierung der gesamten medizinischen Versorgung in einer Hand zu vereinen", argumentiert Köck in der am Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins FORMAT. "Jetzt werden niedergelassenen Ärzte und Spitäler aus unterschiedlichen Quellen bezahlt, und jeder schiebt dem anderen die Kosten hin." Für Köck kann diese Bündelung der Finanzierung auf zweierlei Wegen erreicht werden: "Entweder man schafft die Sozialversicherungen ab und finanziert das Gesundheitssystem zur Gänze über Steuern. Oder man macht es genau umgekehrt und überträgt der Sozialversicherung die gesamte Gesundheitsversorgung. Dann müßten dort aber demokratische Kontrollen eingebaut werden, die es derzeit nicht gibt. Wichtig ist jedenfalls, daß es eine Stelle gibt, die darüber nachdenken kann, welche Leistungen nötig sind und wie sie am günstigsten erbracht werden, nicht nur darüber, wie sie selber am billigsten wegkommt." Köck, der nach der nächsten Wahl auf einem Mandat des Liberalen Forums ins Parlament einziehen soll, will im Nationalrat für sein Ziel "Koalitionen mit Gleichgesinnten suchen, denen eine an den Menschen orientierte und effiziente Gesundheitspolitik ein Anliegen ist."

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