Weichmacher in Babyspielzeug - In 15 Fällen positive Ergebnisse

Prammer: 56 Produkte wurden auf bestimmte Weichmacher (Phthalate) untersucht - bei positiven Proben wird Anzeige erstattet

Wien (OTS) - Seit 1. Jänner 1999 ist in Österreich Spielzeug, das mit bestimmten Weichmachern (Phthalate) hergestellt wurde, für Kinder unter 3 Jahren verboten. Österreich hat damit weltweit eine Vorreiterolle übernommen. Konsumentenschutzministerin Prammer hat sofort nach Inkrafttreten des Verbotes eine schwerpunktmäßige Kontrolle von Babyspielzeug auf Weichmacher angeordnet. Nunmehr liegen erste Ergebnisse vor: Von 56 untersuchten Produkten wurden bei 15 Spielgegenständen für unter 3-jährige Phthalate gefunden. Gegen die betroffenen Unternehmen wird nun Anzeige erstattet.

Die von Prammer angeordnete schwerpunktmäßige Kontrolle von Babyspielzeug hat gezeigt, daß das Verbot von den Unternehmen nicht lückenlos eingehalten wird. Obwohl viele Unternehmen die Phthalate aus der Produktion von Babyspielzeug entfernt haben, war zum Zeitpunkt der Kontrolle immer noch gefährliches Babyspielzeug auf dem Markt. "Die schwerpunktmäßige Kontrolle war daher zum Schutz unserer Kleinkinder unbedingt notwendig", betont Prammer.

Das Verbot von Babyspielzeug mit Phthalaten war notwendig geworden, weil internationale Studien ergeben haben, daß diese Weichmacher zu Leber- und Nierenschäden bei Kleinkindern führen können. Österreich ist das erste Land in der EU, das dieses gefährliche Babyspielzeug verbietet und hat damit eine Vorreiterrolle übernommen. Schweden, Dänemark und Norwegen planen ein ähnliches Verbot.

Positiv ist bei der schwerpunktmäßigen Kontrolle zu bemerken, daß jene untersuchten Produkte, die von den Kindern am häufigsten in den Mund genommen werden (Schnuller, Beißringe) frei von gefährlichen Weichmachern waren.

In jenen Fällen, wo Phthalate festgestellt wurden, wird nun Anzeige erstattet. Die Unternehmen müssen mit Geldstrafen rechnen.

Prammer wird außerdem die Wirtschaftskammer Österreich ersuchen, auf die betroffenen Unternehmen einzuwirken, daß die Verordnung künftig eingehalten wird.

"Mit dem Verbot von Babyspielzeug mit gefährlichen Weichmachern wurde ein wichtiger Schritt zum Schutz unserer Kinder gesetzt. Ein Verbot ist aber nur so gut wie seine Kontrolle. Aus diesem Grund wird die schwerpunktmäßige Kontrolle von Babyspielzeug auch in Zukunft fortgesetzt", betont Prammer abschließend.

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