Posch: ÖVP-"Karenzgeld für alle" ist ungerecht

Familieneinkommen berufstätiger Frauen würde sinken, Nicht-Berufstätiger steigen

Niederösterreich (OTS-SPI) Wenn ÖVP-Abgeordneter
Donabauer behauptet, mit dem Karenzgeld für alle wären der
ÖVP alle Mütter gleich viel wert, so stimmt gerade das nicht. Karenzgeld für alle würde nämlich jene bevorzugen, die nicht berufstätig waren", sagte heute der niederösterreichische SPÖ-Landesgeschäftsführer Oswald Posch.

"Ein Vergleich zeigt das deutlich:

2 Familien haben ein Gesamteinkommen von jeweils
S 20.000,-- netto monatlich.

In der einen Familie setzt sich dieses Gesamt-
einkommen aus den Einzeleinkommen der Frau und des
Mannes zusammen, weil beide berufstätig sind.

In der anderen Familie ist nur der Mann berufstätig und erbringt die 20.000,-- Einkommen allein.

Beide Frauen werden schwanger und gehen in Karenz.

Die Frau, die berufstätig war, erhält nur mehr das Karenzgeld von 5.565,-- - das Familieneinkommen sinkt
auf 15.565,--.

In der anderen Familie erhält nun - nach dem Willen der ÖVP "Karenzgeld für alle" - auch die Frau 5.565,-- Karenzgeld - das Familieneinkommen steigt auf 25.565.

Und das soll gerecht sein!

"Im Gegensatz dazu sind die Ziele der Sozialdemokraten
klar: Karenzgeld soll eine Versicherungsleistung bleiben und es sollen hauptsächliche jene Frauen davon profitieren, die auch in den FLAF eingezahlt haben. Zusätzlich dazu soll es eine
soziale Hilfe für jene Frauen geben, die aus finanziellen
Gründen Hilfe brauchen - wie Studentinnen, Bäuerinnen etc..
Die SPÖ-NÖ hat dafür die Erhöhung der NÖ-Familienhilfe und
die Ausweitung des Bezieherkreises vorgeschlagen", sagte er abschließend.
(schluss)

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