Donabauer: Uneinigkeit der SPÖ bei "Karenzgeld für alle" geht zulasten der Mütter

Niederösterreich, 13.2.99 (NÖI) Ein völliges Durcheinander in der Frage "Karenzgeld für alle" innerhalb der SPÖ ortet der VP NÖ Abg. z. NR Karl Donabauer. Die SPÖ kann sich zu keiner klaren
Linie durchringen. Diese Uneinigkeit geht nur zulasten der
Familien insbesondere der Mütter. "Kanzler Klima ist hier gefordert. Es darf nicht sein, daß der SP-interne Richtungsstreit beim Karenzgeld auf Kosten der Mütter geht", kritisiert der Mandatar. *****

Strikt abgelehnt wird von dem langjährigen Sozialpolitiker die von Bundeskanzler Klima ins Spiel gebrachte Variante einer
sozialen Staffelung des Karenzgeldes. Dazu der Parlamentarier erklärend: "Beim 'Karenzgeld für alle' handelt es sich um eine familienpolitische Leistung bei der ein Anspruch, unabhängig von einem vorangegangenen Beschäftigungsverhältnis und völlig losgelöst von den Einkommensverhältnissen, besteht. Die SPÖ verfällt leider in ihr altes klassenkämpferisches Denken und unterscheidet zwischen 'armen' und 'reichen' Müttern. Diesem frauenfeindlichen, ja geradezu diskriminierenden Vorschlag können wir nichts abgwinnen. Uns von der Volkspartei ist das Wohl aller Mütter ein Anliegen und uns – das sei ausdrücklich betont - ist auch jede Mutter gleich viel wert. Diesem 'Gebot der sozialen Gerechtigkeit' wird sich auch die SPÖ nicht länger verschließen können", appelliert der Mandatar an den Koaltionspartner.

"Eine neue, zukunftsweisende Familienpolitik muß die Leistungen der Mütter und Väter würdigen und darf keine neuen Klassen schaffen. Die Volkspartei ist – sobald sich die SPÖ doch endlich einig ist - für konstruktive Verhandlungen zu diesem Thema allzeit bereit", betont Donabauer abschließend.

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