Freie Berufe und Konsumentenschutz / Sicherheit als oberstes Gebot für Treuhänder Die Notarielle Treuhandschaft / Notartreuhandbank AG

Wien (OTS) - Freie Berufe besonders um Konsumentenschutz bemüht / Sicherheit für den Konsumenten bei Treuhandschaften als oberstes Gebot

4 Jahre Erfahrung mit dem notariellen Treuhandregister -erfolgreiches Instrument für Konsumentenschutz - derzeit rund 11.690 Treuhandschaften mit einem Gesamtvolumen von rund 29 Milliarden Schilling

Notartreuhandbank AG flächendeckend etabliert - Einlagen zum Jahresende 1998: rd. 2 Milliarden Schilling - Versicherungsschutz:
100 Millionen Schilling pro Treuhandauftrag

Die Freien Berufe sind im besonderen Ausmaß um den Konsumentenschutz bemüht. Sicherheit für den Konsumenten ist bei der Abwicklung von Treuhandschaften durch Angehörige der Freien Berufe das oberste Gebot.

Die Notarielle Treuhandschaft

Die große Bedeutung des Treuhandwesens im modernen Wirtschaftsleben zeigt sich u. a. bei Immobiliengeschäften. So stellen etwa Kreditinstitute in der Regel die Finanzierung eines Liegenschaftskaufes nicht dem Käufer direkt, sondern einem Treuhänder zur Verfügung. Dieser darf das Geld an den Verkäufer erst dann aushändigen, wenn dem finanzierenden Institut eine Hypothek eingeräumt wird.

Das österreichische Notariat, durch Gesetze und Amtseid besonders strengen Berufspflichten unterworfen, dokumentiert mit diesem Dienstleistungspaket seine Stellung als professioneller Treuhänder. Die notarielle Abwicklung von Treuhandschaften ist zentraler Bestandteil des Berufsstandes, es handelt sich um ein Kerngeschäftsfeld des Notariates.

Eintragung ins Treuhandregister verpflichtend

Zum besseren Schutz des Konsumenten wurde im Februar 1995 von der Österreichischen Notariatskammer das elektronisch geführte notarielle Treuhandregister eingeführt, in das alle Treuhandschaften über öS 100.000,-- eingetragen werden müssen. Mit dieser Eintragung ist ein Versicherungsschutz bis zu 60 Millionen Schilling verbunden. In den 4 Jahren des Bestehens wurden rund 62.000 Treuhandschaften in das bei der Österreichischen Notariatskammer eingerichtete Treuhandregister eingetragen.

Vorteile des notariellen Treuhandregisters

Die wesentlichen Vorteile für die Konsumenten sind:

- Die Meldung einer Treuhandschaft ist für alle österreichischen Notare verpflichtend.

- Strenge Richtlinien der Österreichischen Notariatskammer gewährleisten u. a. die einheitliche Durchführung von unangemeldeten Revisionen. Die Notare können sich der Beaufsichtigung durch die Notariatskammer nicht entziehen.

- Die strengen Richtlinien werden vor allem bei Vermögenswerten (Geld, Rechte und Urkunden) angewandt, d. h. sie sind nicht nur auf reine Geldverwahrung beschränkt.

NOTARTREUHANDBANK AG

Aufgabe der Notartreuhandbank AG ist die Verwaltung der den Notaren anvertrauten Treuhandgelder. Ihre Tätigkeit beschränkt sich auf jene Bankgeschäfte, die zur Erreichung dieses Geschäftszweckes erforderlich sind. Demgemäß ist es der Notartreuhandbank AG auch nicht gestattet, private Bankgeschäfte der Notare abzuwickeln. Das Treuhandgeschäft des Notars soll von seinen eigenen Geldgeschäften streng getrennt sein.

Geschäftsentwicklung

Am 4.4.1997, dem Tag der Eintragung der Notartreuhandbank AG in das Firmenbuch beim Handelsgericht Wien, waren bereits 73 Notariate Kunden der Notartreuhandbank AG. Seitdem ist es durch intensive Schulung, laufende Optimierung des den Amtsstellen seitens der Notartreuhandbank AG zur Verfügung gestellten EDV-System gelungen, die Akzeptanz der Bank bei den Notaren deutlich zu erhöhen.

Mit Letztstand 25.1.1999 waren 95 % der österreichischen Notariate an die Notartreuhandbank AG angeschlossen. Aufgrund der seit Beginn des Jahres 1998 gegebenen stark positiven Entwicklung hat die Notartreuhandbank AG zum Jahresende 1998 einen Einlagenstand von rd. 2 Milliarden Schilling erbracht.

Für die Notare handelt es sich bei der Treuhandschaft um ein Kerngeschäftsfeld. So ist auch die schnelle, österreichweite Durchsetzung von 95 % sowie die positive Entwicklung des Einlagenstandes zu erklären. Von Klientenseite wird insbesondere der mit der Abwicklung über die Notartreuhandbank AG verbundene Versicherungsschutz von 100 Millionen Schilling je Treuhandauftrag positiv nachgefragt.

Für das österreichische Notariat stellt die Notartreuhandbank AG das letzte Glied in einer konsequenten Reihe von Schritten im Interesse des Konsumentenschutzes seit der Gründung des Österreichischen Zentralen Testamentsregisters (1972) über das Treuhandregister des österreichischen Notariates (1995) bis hin zur Notartreuhandbank AG (1997) dar. Das Notariat zeigt damit seine Bereitschaft, hohe finanzielle Aufwendungen und große innerorganisatorische Anstrengungen zur Absicherung der Konsumenteninteressen zu unternehmen. Für das Notariat ist es unverzichtbar, daß Konsumentenschutz in allen Angelegenheiten der Treuhandschaft das oberste Gebot darstellt.

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